Tischtennis: Gastgeber erobert Wanderpokal zurück

Die Besten bei den Jüngsten der Altersklasse 2009-2011: Lennert Dolgner von Pneumant Fürstenwalde (links) wurde Zweiter hinter Niclas Uebel aus Rauen (rechts).
Harald KruseZum kleinen Jubiläum der Sektion Tischtennis der SG Rauen war der Andrang groß. Wieder kamen mehr als 30 Kinder und Jugendliche – gleich aus sechs Vereinen aus Oder-Spree, in denen TT-Nachwuchs ausgebildet wird: BSG Pneumant Fürstenwalde, SG Hangelsberg, TTC Jacobsdorf, TTV Hartmannsdorf, TTF Neuzelle und SG Rauen.
Die Mädchen und Jungs traten gemeinsam in fünf Altersklassen an. Bei den Jüngsten (Jahrgang 2009–2011) gab es ein Kuriosum: Zum Ende hatten die drei Besten jeweils nicht nur das gleiche Punkteverhältnis von 5:1-Siegen, sondern sogar ein identisches Satzverhältnis von 10:2. So mussten die kleinen Bälle über die Medaillenfarbe entscheiden. In diesem Krimi setze sich der erst achtjährige Niclas Uebel aus Rauen (+58 Bälle) vor Lennert Dolgner von Pneumant (+51) und Ruben Linus Porzelle aus Hangelsberg (+49) durch. Niclas feierte so seinen ersten Turniersieg. Zwar verlor er sein Spiel gegen den zweitplatzierten Lennert mit 0:2 (10:12, 9:11), dieser unterlag aber seinerseits gegen den dritten Ruben Linus.
Die Gastgeber setzten sich auch in der Altersklasse 2008 durch. Tom Feustel blieb bei allen fünf Spielen ohne Satzverlust. Der zehnjährige Rauener siegte jeweils deutlich. Hinter ihm erkämpften sich die Zwillingsschwestern Leni und Milla Schulpig aus Neuzelle mit vier bzw. drei Siegen Silber und Bronze.
Auch in der Altersklasse 2007 gab es mit dem elfjährigen Benjamin Detloff aus Jacobsdorf einen überlegenen Gewinner, der alle vier Spiele ohne Satzverlust blieb. Platz 2 ging mit drei Siegen an Paul Plagemann von Pneumant. Dahinter wurde mit 2:2 Kay Hoffmann aus Jacobsdorf Dritter. Dem viertplatzierten Lennert Härchen aus Rauen gelang es, im 1. Satz den späteren Sieger immerhin kurzzeitig in Bedrängnis (9:11) zu bringen.
Bei den Zweitältesten wurden drei Jahrgänge zusammengefasst (AK 2004–2006). Am Ende wiederholte der 14-jährige Erik Burdach (Hangelsberg) seinen Vorjahrestriumpf. Er gewann alle seine fünf Spiele. Überaus spannend gestaltete sich seine letzte Partie: Gegen den in vier Spielen ebenfalls noch ungeschlagenen Finn Gielisch aus Jacobsdorf setzte sich Erik knapp in der Verlängerung des Entscheidungssatzes durch (11:9, 7:11, 12:10). Dahinter belegte Noel Sappeck aus Rauen den 3. Platz (drei Siege). Für den erst Zwölfährigen zahlte sich aus, dass er bereits mit der 6. Männermannschaft Wettkampfpraxis erwerben konnte. Schön, dass in dieser Altersklasse auch die weiteren Platzierten nicht ohne einen Sieg blieben.
Bei den Ältesten (2001–2003) wurde im Gruppenmodus gespielt. In Gruppe 1 setzte sich Leon Sappeck aus Rauen mit drei deutlichen Siegen durch; in sechs Sätzen gab er nur 15 kleine Punkte ab. Dahinter folgte Maurice Ebert aus Hangelsberg mit zwei Siegen vor Heidi Dreher aus Jacobsdorf und Christoph Mathei aus Hangelsberg. In Gruppe 2 musste sich Tim Wutka aus Rauen mit den Zwillingsbrüdern Alex und Max Raddatz aus Fürstenwalde messen. Gegen Max gewann er 2:1 – gegen Alex verlor er hingegen nach großem Kampf 1:2 (9:11, 15:13, 6:11). Da Alex seinen Bruder besiegte, wurde er Gruppenerster vor Tim und Max. In den Halbfinals setzten sich die beiden Gruppensieger jeweils deutlich durch. Im kleinen Finale verlor Tim äußerst knapp gegen Maurice in der Verlängerung des Entscheidungssatzes (11:8, 8:11, 14:16). Im Finale spielte Leon seine in Training und Wettkampfpraxis bei den Männern gewonnene Routine aus: Nach Verlust des 1. Satzes (9:11) drehte er das Spiel gegen Alex (11:6, 11:5) und gewann damit den Siegerpokal.
Traditionell wurden in der Teamwertung für den Wanderpokal die jeweils vier Bestplatzierten jeder Mannschaft berechnet. 50 Punkte waren für 1. Plätze zu vergeben. Gastgeber SG Rauen erreichte dank drei Siegen und eines dritten Platzes 170 Punkte. So gelang es unter großem Jubel, den Pokal von Vorjahressieger SG Hangelsberg zurückzuerobern, der als Zweiter 100 Punkte erreichte ebenso wie Jacobsdorf (3.). Vierter wurde Pneumant Fürstenwalde (90). Die Tischtennis-Freunde Neuzelle wurden bei ihrem ersten Auftritt Fünfter (50). Hartmannsdorf gelangen in der Teamwertung immerhin noch 20 Punkte.