Wassersport: Der Spaß ist genauso wichtig wie der Sieg

Hoch hinaus vom Startblock: ein Teilnehmer der Vereinsstaffel-Wettbewerbe bei den offenen Kreismeisterschaften im Rettungsschwimmen
Bernhard SchwieteDie Puppe, die über zwei Bahnen, also eine Strecke von 50 Metern, geschleppt werden muss, simuliert einen Menschen mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm. Sie wiegt zwar weniger, hat aber anders als ein menschlicher Körper im Wasser keinen Auftrieb. Dass die Rettungsschwimmer damit umgehen können, ist für sie nicht nur im Wettkampf wichtig. Jeden Sommer übernimmt die DLRG Oder–Spree jedes Wochenende die Aufsicht am Badestrand am Peetzsee in Grünheide. Außerdem sicherte sie zuletzt zum Beispiel die Schwimmstrecke beim Erkner–Triathlon ab. „Auch dafür kann unser Training natürlich nicht schaden“, sagt Dajana Runge, auch wenn es am Sonnabend vordergründig um Zeiten und Ergebnisse geht.
Unter den 64 Startern aus Oder–Spree ist auch der 14–Jährige Jeremiah. „Ich trainiere dreimal pro Woche“, erzählt der Grünheider. Mit der Vereinsstaffel der DLRG Oder–Spree reicht es für ihn und seine Mitstreiter am Sonnabend zu einem dritten Platz. Nicht immer haben die Gastgeber sportlich einen leichten Stand: Unter den Teilnehmern sind auch große Abordnungen aus Magdeburg und Luckenwalde. „Sie sind so etwas wie das Bayern München des Rettungssports“, sagt Dajana Runge. Prominentester Gast ist Kevin Lehr. Der junge Mann aus Luckenwalde ist Weltmeister im Retten mit Flossen über 100 Meter. „Nach Fürstenwalde komme ich schon seit Jahren. Es macht immer Spaß hier“, sagt er. Den Spaß sieht auch Dajana Runge mit im Vordergrund. „Die Sportler kennen sich alle schon lange.“ So sei die offene Kreismeisterschaft, die am Sonnabend zum 17. Mal stattfindet, immer auch ein Treffen mit Freunden.(bs)