Wettkampf: 1000 Retter bitten um Hilfe

Symbolfoto eines Rednerpults
pixabayIm Jahr 2020 könnten sich die 1000 besten Rettungsschwimmer aus ganz Deutschland in Fürstenwalde versammeln, um im Schwapp gegeneinander anzutreten. Der Kreisverband Oder-Spree möchte die Deutschen Seniorenmeisterschaften in die Stadt holen – wobei damit Menschen ab 25 Jahre gemeint sind, wie Vorstandsvorsitzender Chris Kubler erklärt. Hinzu kämen die Trainer und andere Begleitpersonen. Der Wettkampf würde sich, inklusive Vor- und Nachbereitung, vom 16. bis zum 19. April erstrecken. Das ist das Wochenende nach Ostern.
Am Mittwochabend informierte Bürgermeister Matthias Rudolph (BFZ) den Hauptausschuss über die Anfrage. Angesichts der vielen Teilnehmer sprach er von einem „öffentlichkeitswirksamen Aufgebot“. Eine Voraussetzung wäre, dass für die Wettkämpfe das Schwapp geschlossen werden müsste. „Es werden alle Umkleiden benötigt, darum müsste auch das Spaßbad zu bleiben“, erklärte der Bürgermeister.
Schlafen könnten die Teilnehmer in der nahen Juri-Gagarin-Schule; die Funktionäre im Jugendgästehaus. Zudem sei eine Abendveranstaltung in der E.dis-Arena geplant, solle die Verpflegungsstrecke für die Teilnehmer in der Gagarin-Turnhalle eingerichtet werden. Da es sich um Ferien- und Wochenendtage handelt, müsste nur für Hortkinder eine Lösung gefunden werden.
Umsatzeinbußen fürs Schwapp
Größter Knackpunkt sind die Umsatzeinbußen des Schwapps. Laut Rudolph geht es um etwa 28 000 Euro, wenn das Mittel der vergangenen Jahre zu Grunde gelegt wird. Das Schwimmbad müsste Freitag und Sonnabend geschlossen bleiben, sagte Chris Kubler am Donnerstag auf Nachfrage. Der Aufbau lasse sich am Donnerstag bei laufendem Betrieb bewerkstelligen und am Sonntag erfolge nur noch die Abreise.
Die Meisterschaften wären ein „Aushängeschild“, sagte Gerold Sachse (Linke). Er erkundigte sich, ob die Stadt auch die Kosten für die Nutzung der Sporthallen tragen müsste. Diese seien gemäß Entgeltordnung errechnet und der DLRG mitgeteilt worden, antwortete Stefan Wichary, der Erste Beigeordnete. Der Verein werde sich doch in gewissem Maße an den Kosten beteiligen, wandte Franz Berger (SPD) ein.
Startgelder reichen nicht
Chris Kubler sagte nichts Gegenteiliges. Doch reichen seine Einnahmen nicht aus. Bei rund 300 Einzelstartern rechne er mit Startgeldern von rund 11 000 Euro, für die Staffeln mit weiteren 13 000 Euro. Zudem gebe es eine „kleine Finanzspritze“ vom Bundesverband. Allerdings müssen von den Einnahmen Unterkunft und Verpflegung der Kampfrichter sowie das Begleitprogramm bezahlt werden.
Berger plädierte für „Unterstützung ohne Wenn und Aber“. Thomas Fischer (BFZ) sprach sich für eine Drucksache mit Zahlenmaterial aus, für den Hauptausschuss am 4. September. Allerdings drängt die Zeit, denn bis Anfang September muss sich der Kreisverband entscheiden, ob er die Meisterschaft ausrichtet. Die Frist sei so kurz, weil ein anderer Kreisverband von der Ausrichtung zurücktrat, da er an den Kosten für die Schwimmhalle scheiterte, so Kubler.
Bronze-Medailleging 2019 nach Erkner
Babett Michel aus Erkner holte bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften 2019 eine Bronze-Medaille für den Kreisverband Oder-SpreeDisziplinen der Meisterschaft sind: 50 Meter Schwimmen und Retten einer Puppe, Flossenschwimmen und Retten einer Puppe, HindernisschwimmenAntreten dürfen nur aktive Rettungsschwimmer.Der Kreisverband Oder-Spree hat gut 400 Mitglieder, nur wer mindestens 18 Jahre ist und das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber hat, darf als Wachleiter eine Rettungsschwimmer-Schicht übernehmen.⇥mw
