Wintersport: Auf Langlaufski durch den Regen

Vor dem Start über die 30 Kilometer in der klassischen Technik: Gunter Gruber vom Triathlonverein Fürstenwalde
Helke WannewitzSchauer mit Starkregeneinlagen, windig mit stürmischen Böen – so lautete der wenig einladende Wetterbericht für den Raum Oberhof, wo die42. Auflage des legendären Rennsteig-Skilanglaufes ausgetragen wurde. Mit Gunter Gruber und Helke Wannewitz trotzte auch ein Duo vom Triathlonverein Fürstenwalde den Bedingungen, und beide reihten sich in ihren Altersklassen zudem weit vorn ein.
Fast 500 unverzagte Skiläufer waren in der Rennsteig-Arena am Grenzadler über 15 Kilometer in der freien Technik an den Start gegangen. Nach einer Stunde, sechs Minuten und 21 Sekunden belegte Wannewitz Platz 4 in der Altersklasse M 71.
Tags darauf war das Wetterchaos dann perfekt: Starker Wind und Dauerregen hatten das Teilnehmerfeld stark dezimiert, dennoch huschten noch gut200 wetterfeste Athleten – das Rennsteiglied singend – in den Startgarten, um sich auf die 30 km in der klassischen Technik zu begeben. Auf der Strecke herrschten dann erstaunlich gute Loipenbedingungen, und den Regen spürten die Athleten im Wettkampfstress ohnehin kaum. Das übereinstimmende Resümee am Ende: Es hätte schlimmer kommen können.
Helke Wannewitz durfte sich zudem über den Bronzerang in der M 71 freuen (2:17:46/Gesamtplatz 92) und konnte nach 2:39:56 im Ziel einen ebenfalls zufriedenen Gunter Gruber begrüßen (6. AK M 65, Gesamt 129).
Dass im Anschluss an den Wettkampf viele Athleten bei strömendem Regen im Freien der fast zwei-stündigen Siegerzeremonie beiwohnten, bewies einmal mehr: Skilangläufer sind die (Wetter-)Härtesten.