Aktion
: Sonnenberger hoffen auf Glück bei der „Funklochjagd“

Die Gemeindevertreter beschließen, sich für besseren Mobilfunkempfang bei einem Wettbewerb der Telekom zu bewerben.
Von
Matthias Henke
Sonnenberg
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Schnelles LTE-Netz, um moderne Smartphones nutzen zu können: Das ist in einigen Dörfern der Region immer noch Zukunftsmusik. Die Gemeinde Sonnenberg ergreift jetzt einen Strohhalm, um das zu ändern.

Christoph Schmidt/dpa

Was aber hat es mit „Wir jagen Funklöcher“ auf sich? Üblicherweise entscheidet die Telekom, wo ein neuer Standort entstehen soll. Im Vordergrund stehen marktwirtschaftliche und funktechnische Erwägungen. Deshalb gibt es Kommunen, die bei dieser Betrachtung immer wieder durchs Raster fallen. Genau an diese Kommunen wendet sich „Wir jagen Funklöcher“. Hier zählt im Wesentlichen der Beitrag und der Wille der Gemeinde. Neben des obligatorischen Ratsbeschlusses bedarf es eines Daches oder einer Fläche, die zur Verfügung gestellt werden kann, eines Stromanschlusses und einer Selbstpräsentation der Gemeinde.

Nur 50 Standorte bundesweit

Der Haken und der Grund, weshalb seitens der Verwaltung auf die Euphoriebremse getreten wird: Die Telekom will im Rahmen dieser Aktion lediglich 50 Funklöcher schließen – bundesweit. Das Unternehmen begründet es damit, dass die Aktion lediglich als Zusatz zum regulären Ausbau-Programm zu verstehen sei.

Für die Gemeinde Sonnenberg sollen die Standorte Rauschendorf (Ecke am Friedhof, Feuerwehrmast), Baumgarten (Wiegehäuschen) und Rönnebeck (Gemeindezentrum) gemeldet werden. Strom gebe es überall und die Flächen seien gemeindeeigen, weshalb das Vorhaben dort unkompliziert umzusetzen sei, sofern man zum Zuge komme, erläuterte Rupnow.

Oberhavel

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Die Auswahl, welche 50 Standorte aufgebaut werden, trifft die Telekom nach eigenem Ermessen. Wirtschaftliche Faktoren spielen aber auch eine Rolle. Die Mobilfunkexperten überprüfen zunächst, ob die Bewerbungen alle Bedingungen erfüllen. Anschließend folgt eine Machbarkeitsprüfung für die Schließung des Funklochs.  Die in einem nächsten Schritt ausgewählten Bewerber erhalten Nachricht, dass sie für einen Ausbau in Frage kommen und letzte Prüfungen vor Ort zu erfolgen haben. Bis spätestens Ende Februar 2020 soll der Auswahlprozess abgeschlossen sein.

Ein Ortsteil ist bereits versorgt

Mit den Dörfern Rönnebeck, Baumgarten und Rauschendorf will sich Gemeinde an der Aktion "Wir jagen Funklöcher" teilnehmen.

Dass Sonnenberg selbst nicht Teil der Aktion werden soll, hat den Grund, dass dort im Herbst 2018 bereits ein Sendemast errichtet wurde. Dieser befindet sich an der Ecke Dorfstraße/ Rauschendorfer Weg.

Aufgrund der Nähe zum Spielplatz, der sich auf der anderen Seite des Rauschendorfer Weges befindet, hatte dies auch Kritik hervorgerufen. Eine Unterschriftensammlung dagegen wurde aber erst gestartet, als die Verträge bereits unterschrieben waren.  ⇥mhe