Alltagshilfe: Mobiler Pflegedienst startet in Zehdenick neu

Freuen sich auf ihre neue Aufgabe: Mandy Frantziok, Tabea Krüger und Diana Zellmer (von links).
Martin RiskenZusammen mit der examinierten Altenpflegerin Mandy Frantziok, die auch als Pflegedienstleiterin fungiert, der Pflegehelferin Diana Zellmer sowie zwei weiteren Pflegerinnen versorgt Tabea Krüger ihre Klienten in einem Radius von zwanzig Kilometern rund um Zehdenick. Die Mitarbeiterinnen kennen sich untereinander, viele waren zuvor bei einem Pflegedienst in der Region beschäftigt. Gesellschafter der Pflegedienst Krüger GmbH „nicht allein gelassen“ sind die Eltern von Tabea Krüger, Sylvia und Thorsten Krüger. Bevor der mobile Pflegedienst mit Büro und Anlaufstelle in der Berliner Straße 18 loslegen konnte, bedurfte es einer Genehmigung durch den Verband der Pflegekassen, der durch die AOK vertreten werde.
Eigentlich war der Start in Zehdenick ganz anders geplant. Zunächst sollte die Senioren-Tagespflege in der Berliner Straße 19 mit 15 Betreuungsplätzen an den Start gehen. Doch die Erteilung der Baugenehmigung habe sich solange hinausgezögert, dass der mobile Pflegedienst früher an den Start gehen konnte. Zum 30. März dieses Jahres sei die langersehnten Baugenehmigung endlich erteilt worden, um aus dem früheren Sportgeschäft eine Betreuungseinrichtung für Senioren zu machen. Frühestens im Herbst soll mit der Tagespflege begonnen werden, kündigt Tabea Krüger an. Der Bedarf sei auch dafür in Zehdenick gegeben.
Festgestellt haben die Pflegedienstchefin und ihr Team, dass der Beratungsbedarf bei den Angehörigen groß sei, insbesondere zu den Leistungen, die von den Pflegekassen erbracht werden, in die ja fast jeder einzahle. Wer einzahle habe im Alter auch Anspruch auf Leistungen. Dennoch bestehe bei vielen Angehörigen und Betroffenen Verunsicherung darüber, welche Zahlungen die Kassen leisten. Der mobile Pflegedienst bietet seine Unterstützung bei der Antragstellung für den MdK an. Wobei ein Pflegegrad nicht die Voraussetzung sei, um die häusliche Krankenpflege in Anspruch zu nehmen. Geplant seien später auch Info-Abende für Angehörige. „Nicht allein gelassen“, lautet daher auch das Motto des Pflegedienstes Krüger. Und das gelte gerade auch in diesen schwierigen Zeiten, in denen Tabea Krüger und ihre Kolleginnen eine Klientel versorgen, die aufgrund ihres Alters und möglicher Vorerkrankungen alle zu Risikopatienten zählen. Sich und die zu Pflegenden vor Ansteckung zu schützen, sei mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Zusätzliche Hygienemaßnahmen wie das Tragen eines Mundschutzes seien eine Herausforderung für das Team. Einmalhandschuhe und der Einsatz von Desinfektionsmitteln gehörten schon bislang zum Standard der Pfleger. Das Material zu besorgen, sei aber deutlich schwieriger geworden. Dennoch helfe man sich, die Kloster-Apotheke und das Sanitätshaus Memotec in Zehdenick seien eine große Unterstützung bei der Beschaffung von Desinfektionsmittel, Handschuhen und Mundschutz. Zu erreichen ist der Pflegedienst Krüger unter 03307 4079572 oder 0176 46078064.
