Bauarbeiten
: Radweg nach Teschendorf soll bald fertig sein

Es geht voran mit dem Radwegebau von Nassenheide nach Teschendorf. Er soll Ende des Sommers fertig sein. Bislang liegen die Arbeiten im Zeitplan.
Von
Volkmar Ernst
Löwenberger Land
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Der Radweg gewinnt an Höhe: Im Untergrund mit Vlies befestigt, werden nun die Tragschichten aufgebracht und danach festgewalzt. Anschließend wird als Letztes der Asphalt aufgebracht.

Volkmar Ernst

„Die Bezeichnung ,Nassenheide’ hat schon ihren Grund“, kommentiert Hans-Jürgen Otte, beim Landesamt für Straßenwesen in Eberswalde für den Bauablauf zuständig, die Arbeiten. Dennoch ist er mit deren Verlauf zufrieden. „Alle Arbeiten liegen im Zeitplan“, erklärt der Fachmann.

Dazu gehört unter anderem die Ergänzung der Fahrbahn der Bundesstraße 96 über den Teschendorfer Graben am Ortsausgang mit einem Anbau. Der ist notwendig, weil alternativ eine Brücke über das Gewässer hätte gebaut werden müssen. Einerseits viel zu teuer, andererseits wären weitere umfangreiche Planungen erforderlich.

Um den Anbau zu realisieren, mussten die oberen Schichten der Fahrbahn abgetragen werden. In den verbleibenden Betonkern wurden hunderte Bohrlöcher getrieben, um die für den Radweg vergrößerte Konstruktion dauerhaft zu befestigen. Nun kann die neue Fahrbahn aufgebracht und abgetrennt daneben der Radweg angebaut und über den Graben geführt werden.

Der Asphalt fehlt noch

Wie es Richtung Teschendorf weitergeht, ist ebenfalls schon gut zu erkennen. Die Trasse ist abgesteckt. Der Untergrund wird derzeit befestigt, sodass nur noch die Asphaltdecke fehlt. Bis Ende der Woche soll der Streckenabschnitt bis zur Kurve fertig sein. Dann geht es Richtung Teschendorf weiter. So weit nötig, wird Vlies verlegt und dann werden die Tragschichten aufgebracht.

Am Ortseingang von Teschendorf wird eine sogenannte Querungshilfe gebaut, damit die Radler gefahrlos auf die andere Seite der Bundesstraße kommen können. Auch der „wässrige“ Streckenabschnitt zwischen dem Brückenbau und der Q1-Tankstelle in Nassenheide wartet noch darauf, befestigt zu werden. „Aber das ist kein Problem“, so Otte. „In den Planungen haben wir das berücksichtigt. Da muss nur noch die gerade Verbindung bis zur Ampel gebaut werden“, zeigt sich der Fachmann optimistisch. Immerhin sei der Übergang im Kreuzungsbereich längst fertig, um die Radler Richtung altes Dorf weiterzuleiten. Über die Teschendorfer Straße und den Dorfanger geht es dann weiter Richtung Sachsenhausen/Oranienburg. Auch vor der Sprint-Tankstelle ist der Weg schon ausgebaut worden.

So weit, so gut. Dennoch müssen sich die Nassenheider und vor allem die Kraftfahrer noch einmal auf Bauarbeiten und damit verbundene Straßensperrungen einrichten. Denn als letzter Bauabschnitt muss noch die vorhandenen Bushaltestelle am Ortsausgang Richtung Sachsenhausen umgestaltet werden. Sie soll weiter von der Ampel weggerückt und in den „hinteren Straßenraum“ verlegt werden. Beides bewusste Überlegungen, um die Sicherheit sowohl für die Fahrgäste der Busse als auch für die Kraftfahrer und Radler zu erhöhen. Bislang hält der Bus zum Teil noch auf der Fahrbahn, später dann nicht mehr. Damit stehen auch die Fahrgäste nicht mehr in direkter Nähe des Straßenrandes. Durch das Versetzen der Haltestelle von der Ampel weg, sollen Radler und Kraftfahrer vom Teerofener Weg kommend den Einmündungsbereich besser einsehen können.

Wann gebaut wird, da wollte sich Hans-Jürgen Otte lieber nicht auf einen Termin festlegen. „Das ist der letzte Bauabschnitt, wenn der Radweg sozusagen schon fertig ist“, erläutert er. Otte geht allerdings nicht davon aus, dass dies noch in den Sommerferien passieren wird. Nach den bisherigen Planungen muss für den Umbau die Bundesstraße wieder halbseitig gesperrt werden.

Weitere Planungen

Mit der Fertigstellung des Streckenabschnittes von Nassenheide nach Teschendorf können Radler dann von Oranienburg bis nach Löwenberg radeln.

Richtung Liebenberg geht es über Neulöwenberg weiter. Dort endet der Radweg.

Auf der Wunschliste der Falkenthaler steht die Weiterführung des Radweges von Liebenberg über Falkenthal bis nach bis nach Zehdenick. Die Planungen dafür laufen, der Bau bis Falkenthal soll im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße 109 realisiert werden.

Auch die Grüneberger fordern den Bau eines Radweges von Teschendorf bis in den Ort. ⇥veb