Noch hängt die Richtkrone über dem Kita-Erweiterungsbau an der Grüneberger Schule. Doch wenn die Bauleute anrücken, wird sie weichen müssen. Erklärtes Ziel von Architektin Ivonn Kramm-Hengari ist, dass noch im Oktober die Fenster eingebaut und der Rohbau so dicht gemacht wird. Dann kann im Winter der Innenausbau in Angriff genommen werden.

Rundgang über die Baustelle

Am Donnerstag war Baurapport, und zu dem kam neben Bauamtsleiter Manfred Telm und seiner Kollegin Elke Rose auch Bürgermeister Bernd-Christian Schneck (SPD), um sich auf der Baustelle und im Innern des eher quadratisch-schlicht wirkenden Baukörpers umzusehen. Doch der war so geplant. Der Anbau sollte zum einen den Blick auf den Giebel des alten Schulgebäudes nicht gänzlich verstellen. Zum anderen sollte der Neubau eben auch als solcher zu erkennen sein. Das wird er auch, vor allem durch die breiten und hohen Glasfronten. Die lassen sowohl den Blick in das Gebäude zu als auch viel natürliches Licht in die Räume.

Die Nutzung der Räume steht schon fest

Schon gut zu erkennen ist die Raumaufteilung. Vom alten Gebäude gelangen die Kinder und Mitarbeiter durch einen Verbinder in den neuen Trakt. Eine Garderobe, ein Sanitärtrakt, ein Personalraum und ein mit einem Materiallager ergänzter Hauswirtschaftsraum schließen sich an. Am Ende des Trakts befindet sich die Essensausgabe nebst dem dazugehörigen Essensraum, in dem bis zu 40 Kinder Platz finden.

Einen zusätzlichen Gruppen- und Spielraum wird es geben

Die Größe ist so gewollt, auch wenn zwei Durchgänge der Essensausgabe notwendig sein werden. Immerhin aber besser als der jetzige Zustand, der vier Durchgänge erfordert. Doch dafür kann der sich anschließende Raum noch als Gruppen- oder Spielzimmer genutzt werden. Keinesfalls vergessen werden soll die Kinderküche, die sich gleich neben der Essensausgabe befindet.
Rund 380 zusätzliche Quadratmeter sind es, die für die Betreuung künftig zusätzlich zur Verfügung stehen. 23 neue Betreuungsplätze werden dadurch geschaffen. Rund 1,9 Millionen Euro wird der Erweiterungsbau bei seiner Fertigstellung gekostet haben.

An den Klimaschutz wurde gedacht

Dafür aber gibt es auch einige Extras beziehungsweise klimafreundliche Ergänzungen. Auf dem Dach werden zwei „Solar-Thermie“ installiert, wie die Architektin erklärt. Sie dienen zur Versorgung mit warmen Wasser. Gibt es mehr davon als genutzt werden kann, wird das Wasser in den Kreislauf des Schulgebäudes eingespeist. Zusätzlich werden Sonnenkollektoren auf dem Dach befestigt, die der Eigenversorgung des Anbaus mit Energie zugute kommen soll. Auch hier gilt das Prinzip, was zusätzlich erwirtschaftet wird, wird in den Gesamtkreislauf eingespeist.

Fluchtwege für mehr Sicherheit

Eine umlaufende Terrasse wird das Gebäude ergänzen. Zum einen als Aufenthaltsort für die Kinder im Freien, zum anderen als zusätzlicher Fluchtweg nach draußen.
Bislang liegen die Bauarbeiten „voll im Zeitplan“. Der Rohbau steht, nun muss das Dach noch dicht gemacht und müssen die Fenster eingebaut werden. Dann kann im Innern weitergebaut werden. Die Mitarbeiter der Elektrofirma Weiher haben bereits damit begonnen, die Ausfräsungen für die Leitungen vorzubereiten.

Mitte kommenden Jahres soll der Bau fertig sein

Klappt alles, wie geplant, soll der Anbau Mitte kommenden Jahres an Schule und Kita übergeben werden. Doch Abziehen werden die Bauarbeiter dann noch nicht gleich, wie Bauamtsleiter Manfred Telm ergänzt. Der jetzt noch als Küche genutzte Bereich wird anschließend zum Sanitärtrakt umgebaut und außerdem der Krippenbereich erweitert.