Brand in Oberhavel
: Feuer bei glühender Hitze in Gransee und anderen Orten

Update 16. August: Große Brände im Altkreis Gransee haben die Feuerwehr bei 36 Grad an die Grenze gebracht. Im Löwenberger Land und in Gransee brannten Felder, es galt Waldbrandstufe 5.
Von
Jürgen Liebezeit
Gransee/Löwenberg
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Zu einem Großeinsatz der Feuerwehren kam es am Samstag (15. August) aufgrund eines Flächenbrandes in Gransee. 65 Einsatzkräfte waren vor Ort. Auch Landwirte halfen bei der Brandbekämpfung.

Zu einem Großeinsatz der Feuerwehren kam es am Samstag (15. August) aufgrund eines Flächenbrandes in Gransee. 65 Einsatzkräfte waren vor Ort. Auch Landwirte halfen bei der Brandbekämpfung.

P. Neumann
  • Zwei große Brände bei 37 Grad im Altkreis Gransee forderten die Feuerwehren stark.
  • Gutengermendorf: Strohballen brannten bei Erntearbeiten an der B96, Ursache unklar.
  • Bahnverkehr war wegen starker Rauchentwicklung rund 30 Minuten unterbrochen.
  • Gransee, Meseberger Weg – etwa sechs Hektar Feld und ein kleines Waldstück brannten.
  • Keine Verletzten gemeldet, Waldbrandstufe 5 gilt aktuell im Landkreis Oberhavel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei glühender Hitze musste die Feuerwehr am Sonnabend, 15. August, zu mehreren, teils großen Bränden im Altkreis Gransee ausrücken. Insgesamt drei Heidebrände beschäftigten die Einsatzkräfte in der Gemeinde Löwenberger Land. Wegen der starken Rauchentwicklung musste zeitweise auch der Bahnverkehr unterbrochen werden.

Zunächst gerieten nahe der B96 am Abzweig Großmutz mehrere Strohballen bei Strohballenpressarbeiten in Brand. Das Feuer breitete sich laut Polizei rasant auf dem Feld aus, sodass etwa fünf Hektar Feldfläche abbrannten. Der Schaden wurde vor Ort auf etwa 1000 Euro geschätzt.

Kurze Zeit später erging eine weitere Meldung bezüglich des Brandes eines Grünstreifens am Wegesrand der B96 nahe Nassenheide. Hierbei geriet eine Grasfläche von etwa 150 Quadratmetern aus ungeklärter Ursache in Brand und konnte zeitnah durch Einsatzkräfte der Feuerwehr gelöscht werden.

Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung in Gransee

Gegen 16.20 Uhr erreichte die Polizei schließlich eine dritte Meldung hinsichtlich eines Brandes auf einem Stoppelfeld bei Liebenberg. Aus ungeklärter Ursache wurden zwei kleinere Brandstellen auf dem Feld festgestellt, die jeweils zeitnah von der Feuerwehr gelöscht werden konnten. Ein Sachschaden und weiteres Übergreifen des Feuers konnten somit verhindert werden.

Am Meseberger Weg in Gransee waren 65 Feuerwehrkräfte aus Gransee und den umliegenden Gemeinden sowie aus Zehdenick und Lindow mehrere Stunden im Einsatz, um einen großen Flächenbrand zu löschen. Betroffen waren nach Angaben der Feuerwehrleitstelle in Eberswalde etwa sechs Hektar auf einem Feld sowie ein kleines Stück Wald. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der schwierigen Wasserversorgung und des starken Windes aufwendig. Der Schaden wird auf 2000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zu einer möglichen Brandstiftung aufgenommen.

Drohne aus Oranienburg sucht Glutnester

Unterstützung erhielten die Feuerwehren auch von ansässigen Landwirten. Diese kamen mit Wasserfässern und Scheibeneggen zur Einsatzstelle. Mit den Wasserfässern halfen sie bei der  Löschwasserversorgung, während mit den Scheibeneggen Flächen bearbeitet wurden, um die weitere Ausbreitung des Feuers einzudämmen.

 Auch Landwirte halfen bei der Brandbekämpfung auf einem Getreidefeld in Gransee.

Auch Landwirte halfen bei der Brandbekämpfung auf einem Getreidefeld in Gransee.

P. Neumann

Zudem war die SEG-Führung der Feuerwehr Oranienburg mit ihrer Drohneneinheit vor Ort. Aus der Luft wurde das Brandgebiet erkundet und die betroffene Fläche genauer vermessen. Mithilfe der Drohne suchten die Einsatzkräfte zudem nach weiteren Brandstellen und möglichen Glutnestern.

Feuerwehrleute aus Gransee und Region löschen bei 36 Grad

Personen wurden laut Leitstelle bei beiden Einsätzen nicht verletzt.

Die enorme Hitze mit Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius brachte die Einsatzkräfte an ihre Leistungsgrenze.

Bereits am Donnerstagabend kam es in Oranienburg an der Flugpionierstraße zu einem Flächenbrand, bei dem 500 Quadratmeter Vegetation zerstört wurden. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden. Am Freitag geriet eine Wiese bei Germendorf in Brand. 1600 Quadratmeter wurden zerstört. Auch hier wird Brandstiftung vermutet.

Im Landkreis Oberhavel galt am Sonnabend die höchste Waldbrandstufe 5.