Brand in Zehdenick: Toter bei Feuer in Wohnung – Identität nun geklärt

Eine verkohlte Leiche hatten Einsatzkräfte nach dem Brand in diesem Mehrfamilienhaus entdeckt: Jetzt herrscht Klarheit, um wen es sich dabei handelt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Neuruppin dauern an.
Martin Risken- Ein Toter nach Brand in Zehdenick: Identität nun geklärt.
- Opfer ist ein 54-jähriger polnischer Staatsbürger.
- Ursache: unsachgemäßer Umgang mit brennbaren Materialien.
- Ermittlungen wegen Brandstiftung mit Todesfolge laufen weiter.
- Verbrechen wird nach aktuellem Stand ausgeschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fast eine Woche nach dem Brand in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Burgwaller Landstraße im Zehdenicker Ortsteil Neuhof gibt es Gewissheit. Die Identität der Person, die unter einer herabgestürzten Decke bei den Löscharbeiten entdeckt worden war, ist geklärt. Zunächst war völlig unklar, ob es sich bei dem Todesopfer um eine Frau oder einen Mann handelt.
Die Obduktion der Leiche fand am Freitag (10. Januar) in der Gerichtsmedizin in Potsdam statt. „Bei dem Toten handelt es sich wie bereits vermutet um den Wohnungsmieter“, erklärte drei Tage später der Sprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, Joachim Lemmel.
Kontakt zu den Angehörigen gab es schon länger
„Es handelt sich um einen 54-jährigen polnischen Staatsbürger.“ Eine Einwirkung Dritter könne nach jetzigem Kenntnisstand ausgeschlossen werden. Die Ermittler gehen vorerst von Eigenverschulden aus.
Schon vor der Klärung der Identität habe die Polizei Kontakt zu den Angehörigen des Toten gehabt. „Doch wir konnten bis Freitag nicht eindeutig sagen, ob es sich tatsächlich um diese Person handelt“, erklärte Lemmel. Jetzt herrscht traurige Gewissheit.
Die unmittelbar nach dem Auffinden der Leiche von der Staatsanwaltschaft Neuruppin eingeleiteten Ermittlungen wegen Brandstiftung mit Todesfolge werden nach Angaben der Polizei weitergeführt, auch wenn nach jetzigem Kenntnisstand ein Verbrechen auszuschließen sei.
Als Ursache hatten Kriminaltechniker unsachgemäßen Umgang mit brennbaren Materialien ausgemacht. „Der Klassiker ist in solchen Fällen nicht selten, dass jemand mit seiner brennenden Zigarette einschläft“, nannte Lemmel ein Beispiel von fahrlässiger Brandstiftung.
Die von den Ermittlern vor Ort sichergestellten Schuttreste sollen im Labor analysiert werden.


