Bürgermeisterwahl
: Philipp mit einem klaren Mandat für eine weitere Amtszeit

Die Fürstenberger sprechen mit übergroßer Mehrheit dem parteilosen Bürgermeister wieder ihr Vertrauen aus. Der Christdemokrat Olaf Bechert landet abgeschlagen hinter Philipp.
Von
Thomas Pilz
Fürstenberg
Jetzt in der App anhören
  • Punkt 18 Uhr begann die Auszählung: Erneut leisteten die Mitarbeiter der Amtsverwaltung ein Riesenpensum. Heute Abend um 18 Uhr tagt der Wahlausschuss und wird das Endergebnis bekannt geben.

    Punkt 18 Uhr begann die Auszählung: Erneut leisteten die Mitarbeiter der Amtsverwaltung ein Riesenpensum. Heute Abend um 18 Uhr tagt der Wahlausschuss und wird das Endergebnis bekannt geben.

    Thomas Pilz
  • Robert Philipp bleibt Stadtoberhaupt.

    Robert Philipp bleibt Stadtoberhaupt.

    Enrico Kugler
1 / 2

Abgeschlagen landete Olaf Bechert (CDU)  mit 23,4 Prozent hinter ihm. Einzelbewerber Michael Jonas errang 20,7 Prozent. Der überraschend klare Wahlausgang – bei einer vergleichsweise hohen Wahlbeteiligung von 55,3 Prozent –  verhindert eine Stichwahl. Wahlverlierer Olaf Bechert bedankte sich in einer ersten Stellungnahme bei all jenen, „die mir in dieser Dreier–Kandidaten–Konstellation das Vertrauen geschenkt haben“, erklärte er. Eine erste vorsichtige Einschätzung der Ursachen lege den Schluss nahe, „der CDU–Landestrend schlug wohl auch auf kommunaler Ebene durch“, lautet Becherts Fazit am Sonntagabend. Und das „obwohl ich hoffte, dass die Wähler hier deutlich unterscheiden und bisheriges Wirken höher bewerten“, so Bechert.

Es sei ihm gleichwohl stets darum gegangen, Sachthemen zu benennen und Probleme zu bewältigen. „Nunmehr habe ich die Hoffnung, dass durch mich erklärte Ziele dennoch in Angriff genommen werden“, erklärte Bechert.

Ein für den CDU–Kandidaten bedeutender Nebeneffekt der vergangenen Wochen sei indes, dass „neue Freundschaften entstanden sind“, weil die gleichen Ziele verfolgt würden. Seinen verlässlichen Unterstützern wolle er "Danke“ sagen, so Bechert.

Die hohe Beteiligung auch an der Wahl eines neuen Bürgermeisters zeichnete sich bereits am Vormittag ab. Schlangen bildeten sich beispielsweise im Rathaus Fürstenberg unmittelbar am Eingang zum großen Sitzungssaal. Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, Petra Obst, konnte nur Wähler für Wähler einzeln einlassen.

Angenehmer Nebeneffekt: Der nagelneue Fahrstuhl im Rathaus bestand seinen ersten Großeinsatz und Stresstest, weil unter anderem Rollstuhlfahrer den Sitzungssaal im ersten Stockwerk nur dank des Liftes erreichen konnten, wenn sie  ihre Stimme abgeben wollten.

In einigen Ortsteilen war das Bedürfnis, das Stadtoberhaupt zu bestimmen, so groß, dass die ersten Wasserstädter unmittelbar nach Öffnung der Wahllokale eintrafen. "Wir haben bei uns in Fürstenberg in puncto Landtagswahlen auch davon profitiert, dass ein neuer Bürgermeister gewählt wird“, merkte Heidi Warnke an, die im Blumenower Wahllokal am Sonntagnachmittag den Hut aufhatte. Dieser Umstand habe doch sehr viele Einwohner mobilisiert.

„Mit einem blauen Auge davon gekommen“, so lautet der erste Kommentar zahlreicher Teilnehmer der kleinen, grünen Wahlparty am Sonntagabend bei Paul Dresia in Fürstenberg. Hier ging es vor allem um die Landtagswahlen. Wolfgang Waldorf, der für die SPD vergeblich in den Kommunalwahlkampf zog, feierte ebenso wie die Linke–Kommunalpolitikerin Christine Pensky–Heymann.