Ehrung: Verdiente Blutspender ausgezeichnet

Ohne sie sähe es etwa in Krankenhäusern wohl dramatischer aus: Dietmar Wilhelm, Petra Mühlenbeck, Katrin Klysz, Marko Wech, Pierre Gulz und Henry Leist (vorne v. l.) wurden von DRK-Kreisgeschäftsführer Ronny Sattelmair und Präsidiumsmitglied Mathias Schulze (hinten v. l.) geehrt.
Matthias HenkeMit 50 beziehungsweise 75 Blutspenden zählen die am Donnerstag Ausgezeichneten schon zu den Erfahrenen. Nur vier (Frauen) beziehungsweise sechs Mal (Männer) kann pro Jahr gespendet werden.
Petra Mühlenbeck und Pierre Gulz, Katrin Klysz, Henry Leist und Dietmar Wilhelm erhielten von Andrea Thiem vom Blutspendedienst Nord-Ost und DRK-Kreisgeschäftsführer Ronny Sattelmair die Ehrennadel für 50- beziehungsweise 75-maliges Blutspenden. Marko Wech, der regelmäßig für den im Zuge der Spenden gereichten Imbiss verantwortlich zeichnet, wurde ebenfalls gedankt.
„Sie nehmen sich Zeit, den Weg auf sich, warten, Geld gibt es auch keins, der Spenderimbiss ist manchmal gut, manchmal besser, aber weit weg von einem Sternemenü – trotzdem setzen Sie sich mit ihrer Spende für die Gemeinschaft ein“, lobte Sattelmair, für den die Auszeichnungsveranstaltung in Gransee eine persönliche Premiere darstellte. „Sie spenden Leben, sichern manchmal auch das Überleben“, so Sattelmair weiter.
Ehrung zum 100. in Potsdam
Doch Blutspender seien wohl ein zurückhaltendes Völkchen. Viele nehmen den Dank, den ihnen das Rote Kreuz für ihr Engagement zukommen lassen möchte, gar nicht an. Für jene, die sich bereits 75 Mal etwas von ihrem roten Lebenssaft abzapfen ließen und das auch weiter tun wollen, war es aber die letzte Ehrung in Gransee. „Die Ehrung zum 100. Mal findet in Potsdam statt. Es gibt auch einen Fahrdienst“, sagte Andrea Thiem.
Weniger Spender in den Ferien
Aktuell ruft der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost in Brandenburg dringend auch alle anderen zur Blutspende auf. Anhaltend hohe Temperaturen haben aktuell zu einem massiven Einbruch der Spenderzahlen geführt, wie das Rote Kreuz mitteilte. Der Beginn der Sommerferien in Berlin und Brandenburg stelle das DRK bei der Sicherstellung der Blutversorgung in der Region vor eine weitere Herausforderung.
Blut sei nur sehr begrenzt haltbar. Blutplättchen, die beispielsweise für die Behandlung von Tumorerkrankungen benötigt werden, seien nur vier Tage einsetzbar. Die aktuelle Situation stelle für die Patientenversorgung eine ernsthafte Bedrohung dar.
An jedem Werktag benötigt der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost in Berlin und Brandenburg an jedem Werktag rund 650 Blutspenden, in seinem gesamten Versorgungsgebiet sind es täglich 1 750 Blutspenden, um den Bedarf der Kliniken zu decken.
Wissenswertes zum Blutspenden
Voraussetzung für das Blutspenden ist, dass man sich gesund fühlt. Zum ersten Mal kann zwischen dem 18. und dem 65. Geburtstag Blut gespendet werden. (Dauerspender bis zum 73. Geburtstag).
Nach der Entnahme wird das Blut im Labor untersucht. Sollten dabei auffällige Befunde auftreten, die ein Hinweis auf Krankheiten sein können, wird der Spender umgehend darüber informiert.
Nach etwa vier Wochen erhalten Erstspender ihren Blutspendeausweis. Darin sind alle wichtigen Angaben zur Person hinterlegt. Sollte der Spender einen Unfall haben oder aus einem anderen Grund eine Transfusion benötigen, kann das eine wertvolle Zeitersparnis bringen.⇥red