Feuerwehr: Manöverkritik nach Großbrand in Klein-Mutz

Jetzt hat die Aufarbeitung des Großbrandes auf dem Grüpa-Hof begonnen: Kritik gibt es an der mangelnden Löschwasserversorgung und der zögerlichen Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.
Thomas PilzInsgesamt müssten 90 Garnituren gereinigt werden. Da dafür die Kapazitäten der Feuerwehr in Zehdenick nicht ausreichten, sei festgelegt worden, Fremdfirmen damit zu beauftragten, erläuterte Stadtbrandmeister Gerd Leege. Unter anderem wird sich die Wäscherei der Lebenshilfe um die Reinigung kümmern. "Ab Montag geht es los“, versicherte Leege. Dann werde der hauptamtliche Gerätewart der Feuerwehr, Peter Maser, bei den Ortswehren die Bekleidung abholen und sie noch am gleichen Tag gereinigt zurückbringen. Es brauche aber ein paar Tage, um die Garnituren von 90 Einsatzkräften zu reinigen. Deshalb gebe es Überlegungen, eine zweite Firma zu beauftragen, um die Einsatzbereitschaft so schnell wie möglich in vollem Umfang wieder herzustellen. Gerd Leege bedauert, dass die Reinigung nicht schneller vonstatten gegangen ist. Doch die Übernahme der neuen Drehleiter beim Hersteller in Ulm war in dieser Woche fest vereinbart. Da dies auch mit einer Einweisung des Gerätewartes verbunden war, war dieser unabkömmlich.
Kritik gibt es aber auch hinsichtlich der Löschwasserversorgung auf dem Grüpa-Hof in Klein-Mutz. Angesichts der Größe des landwirtschaftlichen Betriebes wäre es wünschenswert gewesen, wenn auf dem Hof selbst Brunnen für die Löschwasserentnahme vorgehalten worden wären, kritisierte Guido Kutzky verhalten. So aber musste improvisiert und aus dem weit entfernten Mutzer Stich mit Tanklöschfahrzeugen das Wasser umständlich zum Brandort transportiert worden. Der Wasserstand im Mutzer Stich sei so um bis zu 30 Zentimeter gefallen und die Badestelle durch die Einsatztechnik ruiniert worden. Stadtbrandmeister Leege widersprach der Kritik: Dem Grüpa-Hof sei keinerlei Vorwurf zu machen. Chef Andreas Paries habe alles getan, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Und ob auf einem Betriebsgelände genug für den Brandschutz getan wird, darüber habe letztlich die Brandschutzdienstelle des Landkreises Oberhavel zu entscheiden und Festlegungen zu treffen.
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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.
Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel
