Flüchtlingsheim
: Landrat weist Eltern-Kritik aus Zehdenick zurück

Weskamp lehnt Schließung des Flüchtlingsheimes in Zehdenick ab.
Von
Martin Risken
Zehdenick
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Das Flüchtlingsheim auf dem Schulcampus in Zehdenick: Auch wenn die Einrichtung zurzeit unter Quarantäne steht, hält der Landkreis an dem Heim fest und weist Eltern-Kritik zurück.

Martin Risken

Weskamp antwortete am Freitag auf einen offenen Brief besorgter Eltern aus Zehdenick, die sich aufgrund der räumlichen Nähe zur Exin-Oberschule Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder machen. Den von den Eltern erhobenen Vorwurf, mit der Zusammenlegung von Exin-Oberschule und Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum am Wesendorfer Weg „einen Asylstandort mit Bildungseinrichtung geschaffen zu haben“, wies der Landrat zurück. Der Landkreis habe sich die Entscheidung damals nicht leicht gemacht, das leerstehende Wohnheim I als Gemeinschaftsunterkunft zu nutzen. In der aktuellen  Coronasituation müssten alle einschneidende Eingriffe in das gewohnte Privat- und Arbeitsleben hinnehmen“, begründete Weskamp. „Die Ängste und Sorgen der Eltern kann ich natürlich verstehen. Klar ist aber auch: Eine Übertragung des Virus erfolgt größtenteils bei engem Kontakt.“ Der Landrat schließt deshalb eine Gefährdung von Schülern, Lehrkräften und Anwohnern aus. Gleichwohl deutet Weskamp an, dass die Gemeinschaftsunterkunft „eine hohe Priorität hat“, sollte zu gegebener Zeit über Standortschließungen zu beschließen sein, weil weniger Geflüchtete im Landkreis Oberhavel untergebracht werden müssten.