Hund in Tornow
: Golden Retriever beinahe eingeschläfert – Maylo sucht neues Zuhause

Wegen einer Epilepsie-Erkrankung sollte Rüde Maylo eingeschläfert werden. Doch die Krankheit macht sich kaum noch bemerkbar. Wie es dazu kam und was der Hund jetzt benötigt.
Von
Alexander Czekalla
Fürstenberg/Havel
Jetzt in der App anhören
Wegen einer diagnostizierten Epilepsie-Erkrankung sollte der Golden Retriever Rüde Maylo eingeschläfert werden. Doch die Krankheit macht sich aktuell kaum noch bemerkbar. Jetzt sucht das Tierheim Tornow ein neues Zuhause für den Hund.

„Maylo ist ein liebevoller und anhänglicher Hund, ideal für erfahrene Hundebesitzer ohne Kinder“, sagt Maria Erler. Die Leiterin des Tierheims in Tornow sucht aktuell dringend nach einem Halter für den neun Jahre alten Rassehund.

Lisa Hoffmann
  • Golden Retriever Maylo, 9 Jahre, sucht neues Zuhause – Epilepsie unter Kontrolle.
  • Ehemalige Übermedikation führte zu Verhaltensproblemen, Zustand jetzt stabil.
  • Maylo ist anhänglich, kennt Kommandos, verträgt sich mit Hunden und Katzen.
  • Braucht Rückzugsorte bei stressbedingten „Knurranfällen“, trainiert Gehen auf glatten Flächen.
  • Ideal: ländliches Heim bei kinderlosen, hundeerfahrenen Personen mit Haus und Garten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Maylo ist der neueste Zugang im Tierheim Tornow. Erst seit knapp zwei Monaten lebt der neun Jahre alte Golden Retriever dort. Eigentlich sollte der an Epilepsie erkrankte Rüde bereits in einem anderen Tierschutzverein eingeschläfert werden. Seine ehemalige Halterin kam mit dem medizinisch bedingten Verhalten des Hundes nicht mehr zurecht.

Doch das Veterinäramt hatte Zweifel und beauftragte eine neue Begutachtung. So fand Maylo den Weg nach Tornow. „Bei der erneuten Untersuchung stellte sich heraus, dass der Hund zwar Epilepsie hat, aber auch, dass die Medikamente über einen viel zu langen Zeitraum viel zu hoch dosiert wurden“, berichtet Maria Erler, Leiterin des Tierheims in Fürstenberg.

Hund wie auf Droge – zu viel Medikamente über zu lange Zeit

Der Hund sei dadurch „wie auf Droge gewesen, total neben der Spur“, beschreibt Erler den ehemaligen Zustand des Tiers. Deshalb sei die Einschläferung des ansonsten rundum gesunden Golden Retrievers „zum Glück nicht durchgeführt worden“, zeigt sich die 36-Jährige erleichtert.

„Nach der Absetzung der Medikamente wurde Maylo wieder so normal wie jeder anderen Hund auch.“ Der Golden Retriever sei ein liebevoller und aktiver Hund, der es sehr genieße, gestreichelt zu werden. „Seine freundliche Art macht ihn zu einem tollen Begleiter für hundeerfahrene Menschen.“

„Sein Grundgehorsam ist gut ausgeprägt. Er kennt viele Kommandos, läuft brav an der Leine und ist stets bereit, neue Tricks zu erlernen.“ Auch könne der Hund problemlos alleine gelassen werden. Mit anderen Hunden sei er gut verträglich, solange diese nicht zu aufdringlich werden. Außerdem habe Maylo bereits harmonisch mit Katzen zusammengelebt.

Zwei Herausforderungen hat Maylo für seinen neuen Besitzer dennoch auf Lager. „Ab und an treten sogenannten ‚Knurranfälle‘ auf“, sagt Erler. Dann sei es am besten, ihm „einfach seine Ruhe zu lassen und dem Tier einen Rückzugsort zu bieten, bis es vorbei ist.“

Falsche Medikation? Hund hat stressbedingte „Knurranfälle“

Gründe für diese Anfälle seien in der Regel stress- oder wetterbedingt. „Vielleicht sind dies Anfälle auf die ehemals fehlerhafte Medikation zurückzuführen. Wer den Hund gut kennt, kriegt aber mit, wann die Anfälle ausgelöst werden und kann sich dementsprechend darauf einstellen.“

Maylos zweite Eigenart ist weniger medizinischer Natur und könne daher durch Training und stetige Gewöhnung in den Griff bekommen werden. Denn der Rüde hat Probleme mit dem Gehen auf glatten Flächen.

„Im Tierheim arbeiten wir bereits intensiv daran, seine Akzeptanz für solche Oberflächen zu verbessern“, sagt Erler. Dennoch sei es ratsam, dem Hund zunächst einen weichen Untergrund, wie Matten, Decken oder Teppiche, zu bieten und seine Toleranz gegenüber glatten Flächen langsam und behutsam zu fördern.

„Da er es liebt, im Wasser zu planschen, es eher ruhig mag und auch braucht, ist es sehr wichtig, dass Maylo ein neues Zuhause in einer eher ländlichen Umgebung findet“, hebt die Tierheimleiterin hervor.

Wer wäre also der optimale Wunschkandidat für eine Vermittlung des liebenswürdigen Vierbeiners? „Optimal wäre eine etwas ältere Person oder ein kinderloses Paar, die ein Haus mit Garten in friedlicher Umgebung haben.“