Hund in Tornow
: Zwei Jagdhunde mussten ins Tierheim – wer gibt ihnen ein Zuhause?

Das Tierhaltungsverbot der Vorbesitzerin brachte die Jagdhunde Gracie und Grando ins Tierheim Tornow. Jetzt suchen die zwei Deutsch-Kurzhaar-Hunde ein neues Zuhause.
Von
Alexander Czekalla
Fürstenberg/Havel
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Die beiden Deutsch Kurzhaar Jagdhunde Gracie und Grando kamen über das Veterinäramt Berlin als Sicherstellung ins Tierheim Tornow. Seit einigen Monaten warten die beiden Hunde auf ein neues Zuhause.

Die beiden Deutsch-Kurzhaar-Jagdhunde Gracie (links) und Grando (rechts) warten seit Monaten im Tierheim Tornow auf ein neues Zuhause. Sie wurden zuvor sichergestellt.

Lisa Hoffmann
  • Jagdhunde Gracie (5) und Grando (12) suchen im Tierheim Tornow ein gemeinsames Zuhause.
  • Beide kamen nach einem Tierhaltungsverbot der Vorbesitzerin aus Berlin ins Tierheim.
  • Gracie und Grando sollen zusammenbleiben – Einzelvermittlung nur in Ausnahmefällen möglich.
  • Erfahrene Halter ohne Kleintiere oder Katzen werden bevorzugt – Babys kein Problem.
  • Die ruhigen Hunde benötigen regelmäßigen Auslauf, sind aber pflegeleicht und gesund.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit vier Monaten sind die Deutsch-Kurzhaar-Jagdhunde Gracie und Grando bereits im Tierheim Tornow. Sie kommen aus Berlin. Der Vorbesitzerin wurden die Hunde weggenommen. Auch die Leiterin des Tierheims, Maria Erler, war bei der Sicherstellung der Rassehunde dabei.

Der ehemaligen Halterin wurden die zwei Hunde, eine Koi-Fisch-Zucht sowie mehrere Pferde wegen schlechter Haltung abgenommen. Jetzt wird dringend ein neues Zuhause für das Weibchen Gracie und den Rüde Grando gesucht.

Hunde suchen Zuhause – Vermittlung im Doppelpack gewünscht

„Die beiden Hunde wurden relativ gut gepflegt, aber der Teich, in dem sich die Kois befanden, war schon sehr grün und auch die Haltung der Pferde sei laut Veterinäramt nicht akzeptabel gewesen“, berichtet Maria Erler.

Die ehemalige Besitzerin der Tiere erhielt deshalb ein allgemeines Tierhaltungsverbot. Somit wurden ihr automatisch auch die Hunde abgenommen. Mitarbeiter eines Veterinäramtes in Berlin stellten sie sicher und übergaben sie dem Tierheim.

Das Jagdhund-Duo ist ein eingespieltes Team. „Die beiden Tiere sind schon immer zusammen und deshalb wollen wir sie auch unbedingt zusammen vermitteln“, betont Erler. Auch wenn sie weiß, dass diese Voraussetzung die Vermittlung deutlich erschweren kann.

Eine große Ausnahme bei der Vermittlung im Doppelpack wäre möglich, wenn Grando ein Zuhause fände, in dem schon ein Hund vorhanden ist und sich die beiden Tiere gut vertragen würden. „Dann könnten wir uns auch vorstellen, ihn einzeln zu vermitteln“, so die 37-jährige Tierheimleiterin.

Neue Hundehalter brauchen Erfahrung mit Jagdhunden

Allerdings müsste der bereits im Haushalt vorhandene Hund mehrmals zum Tierheim mitgebracht werden, um zu testen, ob es mit den beiden Hunden klappt. „Wenn das gut funktioniert, würden wir Grando auch ohne Gracie vermitteln.“

Für das fünf Jahre alte Weibchen wäre die Trennung von dem deutlich älteren Rüden, der bereist zwölf Jahre alt ist, „nicht so problematisch“, so Erler. „Gracie hängt nicht so sehr an Grando, wie er an ihr.“ Bleiben beide zusammen, hätte dies den Vorteil, dass die Hunde deutlich besser und länger alleine gelassen werden könnten.

Erfahrung in der Haltung von Jagdhunden sei noch eine weitere wichtige Voraussetzung für die Vermittlung. „Außerdem sollten keine Kleintiere oder Katzen im Haushalt vorhanden sein“, fügt Maria Erler hinzu. Babys und Kleinkinder seinen hingegen kein Problem.

Wie alle Hunde müssen Gracie und Grando natürlich auch regelmäßig und mehrmals am Tag ihren Auslauf bekommen. Allerdings seien die beiden rundum gesunde Hunde „vom Wesen her eher unkompliziert, ruhig und nicht so agil, sodass sie nicht permanent beschäftigt werden müssen“.