Pilgern: Klosterweg bei Fürstenberg eröffnet

Gut zu erkennen: Pfarrer Fleischer deutet auf das Pilger-Zeichen.
Wolfgang GumprichSo liefen an Christi Himmelfahrt rund 20 Pilger den Abschnitt von Fürstenberg, wo der mecklenburgische Teil eines anderen Pilgerweges endet, bis zum ehemaligen Kloster in Himmelpfort. Damit sollte, so Pfarrer Gernot Fleischer aus Lychen, das Teilstück des Brandenburger Klosterweges symbolisch eröffnet werden. Der Pilgerweg soll an die große Leistung der Zisterzienser erinnern, an ihr reiches spirituelles Erbe, das es nun im Geist der lutherischen Reformation neu zu entdecken gelte.
Die Pilger sangen und beteten auf ihrem Weg nach Himmelpfort an neun Stationen, so am Panzer-Mahnmal, am Arbeiterinnen-Mahnmal des KZ Ravensbrück und im Wald. An jeder Station gab es dazu die passenden Lieder oder Gebete.
Den Abschluss bildete in der Himmelpforter Kirche eine Andacht, die natürlich das Pilgern zum Thema hatte. Superintendent Uwe Simon bezeichnete in seiner Begrüßung das Pilgern als zutiefst menschlich, es soll die Menschen daran erinnern, dass sie unterwegs "zur Himmelspforte“ sind.
Pfarrer Gernot Fleischer stellte den versammelten Pilgern Karl-Otto Winkler vor, den „Initiator und unermüdliche Motor“ der Idee, die ehemaligen Zisterzienser-Klöster in Brandenburg durch Pilgerwege zu verbinden.
Dazu gibt es ein Logo: Ein hellbraunes Schild mit einer weißen fünfblättrigen aufgeklappten Blume. Deutschland zählt weit mehr als ein hundert ehemalige Zisterzienser-Klöster, die von der „Gemeinschaft Evangelischer Zisterzienser-Erben in Deutschland“ betreut werden, dazu gehören auch die Klöster in Himmelpfort, Chorin, Altfriedland und Zehdenick.
In der Klosterkirche Himmelpfort gibt es nach dem heute um 19 Uhr stattfindenden Vortrag am 8. Juni einen weiteren Themenabend. Dann geht es um „Einüben und Ausüben“.
Stempeln geh’n für die innere Einkehr
Der erste Abschnitt des Klosterwegs wird den Standort Himmelpfort über den Mecklenburgischen Seenplatten-Weg mit Wanzka (südlich von Neubrandenburg) verbinden, wo sich ein Zisterzienserkloster befand.
Einen Pilgerpass und einen Pilgerstempel hat es zur Eröffnung des Brandenburgischen Klosterwegs bereits gegeben. Und auch ein eigenes Signet weist den Wanderern den Weg – in Anlehnung an die Jakobsmuschel.
An die Eröffnung wird sich ein Themenmonat mit fünf Veranstaltungen anschließen. Heute Abend um 19 Uhr findet der erste Vortrag in der Himmelpforter Kirche statt – die Geschichte christlichen Mönchtums ist Thema.⇥pilz