Projekt: Abbruch im „Zwergenland“ kann bald beginnen

Steht leer: die Kita "Zwergenland" an der Straße des Friedens in Gransee. Kinder und Erzieher haben ein Übergangsquartier am Klosterplatz bezogen, im früheren AOK-Gebäude.
Matthias Henke„Es waren im Vorfeld ja auch die Abbruch- und Rückbauarbeiten sowie die Stromversorgung ausgeschrieben. Diese Aufträge sind mittlerweile vergeben worden“, sagte Roswitha Suckrow, Abteilungsleiterin Bauen und Liegenschaften, auf Nachfrage. Ob Innentüren, Bodenbeläge oder Armature – alles, was im Altbau erneuert werden soll, wird abgerissen und entsorgt. Diese Woche finde die Bauanlaufberatung zu dem Vorhaben statt. Dabei werde unter anderem erörtert, wo und wie das herausgerissene Material entsorgt wird. Bis Dezember sollen die Abbrucharbeiten im Inneren dann voraussichtlich abgeschlossen sein.
Wie aber sieht es nun mit dem Bauhauptgewerbe aus, sprich Zimmerern, Metallbauern, Dachdeckern et cetera, die den Um- und Anbau anpacken sollen? Bereits im September hatte Fachbereichsleiter Nico Zehmke davon gesprochen, eine neue Ausschreibung in 15 Einzellose aufzuteilen, so dass auch kleinere Handwerksfirmen die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen und die Verwaltung die Chance erhält, aus einem Mehr an Angeboten die günstigeren auszuwählen. Nicht ausgeschlossen wurde indes, dass es noch mehr Lose werden.
In mehrere Lose aufgeteilt
Mit Blick auf die noch nicht erfolgte Veröffentlichung auf dem Portal „Vergabemarktplatz Brandenburg“ wollte sich Roswitha Suckrow mit konkreten Daten noch zurückhalten, doch noch im Oktober soll es wohl soweit sein. Wobei in diesem Herbst zunächst ein erster Schwung an Ausschreibungen rausgeht. Das ganze Verfahren wird sich wahrscheinlich bis zum kommenden Frühjahr, eventuell Juni, hinziehen. Bereits im März oder April 2020, je nach Wetterlage, könnte jedoch schon mit den Um- und Anbauarbeiten begonnen werden, vorausgesetzt dieses Mal findet die Verwaltung Angebote, die nicht wieder das Budget sprengen würden. Verteilt über drei Jahre sind für das Gesamtprojekt Kitaumbau Kosten in Höhe von knapp 5,6 Millionen Euro eingeplant worden. 75 Prozent dieser Summe werden aber gefördert.
Das Übergangsquartier
Um Platz zu machen für die Handwerker, sind Kinder und Erzieher der Kita "Zwergenland" seit August am Klosterplatz untergebracht.
Bis vor einigen Jahren beherbergte die alte Schule dort die Krankenkasse AOK.
Später plante die Stadt Gransee, das Gebäude zusammen mit dem Kloster zu entwickeln. Ein Architektenwettbewerb fand zu diesem Zweck statt.
Nach der Zwischennutzung durch die Kita "Zwergenland" sollen unter anderem die Bibliothek und das Archiv in der alten Schule untergebracht werden.⇥red