Stromausfall in Gransee: Darum blieben Geschäfte über Stunden geschlossen

Mehr als sechs Stunden blieben vor allem Gewerbebetriebe in Gransee ohne Strom: Die Fehlersuche für den Stromausfall gestaltete sich schwierig. (Symbolfoto)
Patrick Pleul/dpaEin mehrstündiger Stromausfall hat dazu geführt, dass mehrere Geschäfte in der Innenstadt von Gransee frühzeitig geschlossen werden mussten. Der technische Defekt war so speziell, dass die E.DIS als Netzbetreiberin erst Spezialtechnik nach Gransee beordern musste, um den Fehler beheben zu können. Die abschließende Reparatur kann erst in den nächsten Tagen erfolgen.
Mehr als sechs Stunden lang blieb der Strom ausgerechnet am Brückentag weg. Der Ausfall der Stromversorgung war auch nicht flächendeckend: „Ich kann bestätigen, dass es in Gransee einen Stromausfall im Bereich des Stadtzentrums gab. Betroffen waren insgesamt acht Hausanschlüsse – überwiegend von Gewerbe- und Wohngebäuden“, teilte E.DIS-Sprecher Christoph Mönchgesang am Montagabend auf Nachfrage mit.
Erste Meldungen erreichten den Netzbetreiber gegen 11 Uhr
„Die erste Meldung erreichte uns gegen 11 Uhr. Unsere E.DIS-Netzexperten waren umgehend im Einsatz. Grund war ein sogenannter Kabelfehler im Mittelspannungsbereich. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten – unter anderem voll versiegelte Flächen im betroffenen Bereich – musste zur Fehlerlokalisierung Spezialtechnik angefordert werden“, so der Unternehmenssprecher.
Mittels eines Kabelmesswagens konnten die Einsatzkräfte die schadhafte Stelle lokalisieren. Alle betroffenen Kunden waren um 17.27 Uhr wieder mit Strom versorgen. Die finale Reparatur kann erst in den kommenden Tagen erfolgen.
Erdkabel möglicherweise bei Bauarbeiten beschädigt
Mönchgesang: „Häufig kommt es vor, dass Erdkabel beispielsweise bei Bauarbeiten durch Dritte beschädigt werden, was zum langsamen Eindringen von Feuchtigkeit führen kann und Störungen dann auch erst nach einiger Zeit auftreten können. Obwohl E.DIS Jahr für Jahr über 100 Millionen Euro in ihre Netze investiert, lassen sich solche Störungen leider nicht vollständig ausschließen. E.DIS bedauert die den Kunden entstandenen Unannehmlichkeiten.“

