Tagebau
: Zustimmung zum Solarpark in Klein-Mutz

Außerhalb von Klein-Mutz soll eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Bislang werden dort Sand und Kies gewonnen.
Von
Martin Risken
Klein-Mutz
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Stromgewinnung statt Sand und Kies: Für einen Teil des Tagebaus Klein-Mutz gäbe es eine Nachnutzung. Foto: Oliver Voigt

Oliver Voigt

Wenn die Grube dann auch aus dem Bergrecht entlassen worden ist, was voraussichtlich in zwei Jahren der Fall sein könnte, wäre das ein idealer Standort für eine „kleine Photovoltaikanlage“ rund einen halben Kilometer entfernt von der Ortslage Klein-Mutz, warb Andres Wolfart von der Planungsgemeinschaft Mensch & Umwelt im Bauausschuss der Stadt Zehdenick um die Zustimmung zur Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Ortsbeirat ist dafür

Etwa ein Drittel der Fläche soll mit Solarmodulen bebaut werden, also 1,3 bis 1,4 Hektar des insgesamt rund 3,5 Hektar großen Areals. Auf ein Megawatt peak, das wäre die Maximalleistung der Anlage, sollen die Module insgesamt ausgelegt sein. Der Ortsbeirat hatte bereits seine Zustimmung zu diesem Vorhaben gegeben, informierte Ortschef Bernd Gotthardt die Mitglieder des Bauausschusses. Der Ortsbeirat will, dass es eine niedrige Bepflanzung in der Grube gibt, um die Erde zu halten. Zurzeit wachsen dort nach Beobachtungen des Planers vor allem Gräser und Büsche, aber noch kein Wald. Das Landesbergamt werde wohl festlegen, dass die Böschung mit einem Winkel von 34 Grad abzuflachen sein, zurzeit gebe es dort Steilwände. Fremdmaterial müssen aus der Grube entsorgt und der Mutterboden, der bei der Erschließung der Grube ausgebaggert wurde, wieder verteilt werden. Dann dürfte dem Solarpark nichts mehr im Wege stehen. Um das Vorhaben zu realisieren, bedarf es eines Bebauungsplanes. Den aufzustellen haben die Mitglieder des Bauausschusses jetzt einstimmig beschlossen. Auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes bedarf es, dafür haben sechs Abgeordnete gestimmt, einer enthielt sich der Stimme. Beschlossen werden muss das Ganze noch von den Stadtverordneten am 24. September.