Tötungsdelikt
: Verletzter Angreifer nach Messerattacke in Zehdenick in Haft

Landkreis weist Vorwurf eines lückenhaften Sicherheitskonzeptes nach tödlicher Auseinandersetzung in Zehdenicker Gemeinschaftsunterkunft zurück.
Von
Martin Risken
Zehdenick
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Die Asylunterkunft in Zehdenick in der Tatnacht.

Julian Stähle

Wie Polizeisprecherin Ariane Feierbach bestätigte, habe sich der 29–Jährige bei dem Streit verletzt.  Trotzdem musste er die Untersuchungshaft antreten. Durch einen Arzt sei festgestellt worden, dass er „gewahrsamstauglich“ sei. Die Ermittlungen, die die Mordkommission der Polizeidirektion Nord in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Neuruppin führt, beruhten noch immer auf der Annahme eines Tötungsdeliktes. Von Ermittlungen wegen Mordes ist nicht die Rede.

Derweil gibt es öffentliche Kritik an den angeblich menschenunwürdigen Unterbringen von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften, die Aggressionen unter den Bewohnern begünstige. Womöglich wisse Landrat Ludger Weskamp (SPD) nicht um die Bedingungen der Unterbringung. Diesen Vorwurf wies der Landkreis am Donnerstag zurück, aber auch den Verdacht, dass das Sicherheitskonzept der Einrichtung Lücken aufweise. Man wolle schließlich niemandem das Küchenmesser abnehmen, dass er zum Kochen benötige, hieß es seitens des Kreises.