Verfolgungsjagd in Gransee
: Fahrerin (68) flieht vor Polizei und baut Unfall

Im Löwenberger Land ist eine Fahrerin vor der Polizei geflohen. Die wilde Verfolgungsjagd durch Oberhavel endete in Gransee - mit erheblichem Widerstand der Frau.
Von
Christian Bark
Gransee
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Polizei - Illustration: ARCHIV - 22.03.2024, Brandenburg, Trebbin: Der Schriftzug „Polizei“, aufgenommen während einer Verkehrskontrolle an der Berliner Straße. (zu dpa: «Unfall nach Flucht vor Polizeikontrolle - Beifahrerin stirbt») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Im Löwenberger Land im Landkreis Oberhavel hat sich eine Mercedesfahrerin eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Frau hatte einiges auf dem Kerbholz.

Soeren Stache/dpa

Eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei hat sich im Löwenberger Land im Landkreis Oberhavel eine 68-jährige Mercedesfahrerin geleistet. Die Frau war am späten Freitagnachmittag (13. September) gegen 16.15 Uhr aufgrund von Zeugenhinweisen in eine Verkehrskontrolle geraten. Dieser wollte sie jedoch entgehen.

Trotz Ansprache durch die Polizei setzte sie ihr Fahrt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit sowie riskanten Überholmanövern fort. „Dabei gefährdete sie mehrfach andere Verkehrsteilnehmer“, betont ein Sprecher der Polizeiinspektion Oberhavel in Oranienburg.

Auf Flucht Nagelsperre in Gransee überfahren

Auf ihrer Flucht soll die Frau die Ortschaften Löwenberg, Neulöwenberg, Liebenberg und Liebenwalde durchfahren haben. Dabei habe sie sich mehrfach der Polizei zur Verkehrskontrolle widersetzt, weshalb Polizeibeamte am Ortseingang Gransee einen Stop Stick (Nagelsperre) auslegen mussten.

Doch selbst die Nagelsperre konnte die 68-Jährige nicht aufhalten, sie setzte mit platten Reifen ihre Fahrt in die Altstadt Gransee fort. Durch die platten Reifen war ihr Mercedes ins Rutschen geraten und mit einem Straßenschild kollidiert. Danach konnten die Beamten die Fahrerin schließlich auf einem Parkplatz in der Baustraße stoppen. Aus ihrem Wagen war die 68-Jährige jedoch nicht ohne Widerstände zu bekommen.

Polizei muss in Gransee Scheibe des gestoppten Autos einschlagen

Sie verriegelte ihr Fahrzeug und weigerte sich, auszusteigen. Die Beamten mussten laut dem Polizeisprecher die Seitenscheibe eingeschlagen und das Fahrzeug öffnen. Auch dabei leistete die 68-Jährige Widerstand, sodass sie unter Einsatz von Pfefferspray aus dem Auto geholt werden musste. Danach wurden weitere Überraschungen festgestellt.

Die angebrachten Kennzeichen am Fahrzeug waren bereits entstempelt und der Mercedes nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Zudem war die Fahrerin nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Es entstand laut Polizeiangaben ein Gesamtschaden von rund 5000 Euro. Gegen die 68-Jährige ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und das Fahrzeug eingezogen worden.