Angriff in Hennigsdorf
: Männer verletzen Fahrgäste im Bus X36

Beim Aussteigen aus einem Bus an der Haltestelle Edisonstraße in Hennigsdorf sind eine Frau und ein Mann angegriffen worden. Was bisher bekannt ist.
Von
Roland Becker
Hennigsdorf
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Ein Fahrer der OVG in Oberhavel hat zwei 13-Jährige aus dem Bus geworfen. (Symbolfoto)

Busse, Pause, OVG Oranienburg
Oberhavel Verkehrsgesellschaft

In einem Bus der Linie X36 der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) ist es in Hennigsdorf zu einem Angriff gekommen. Dabei wurde ein 28-Jähriger schwer verletzt.

Burkhard Keeve
  • Angriff im Bus X36 in Hennigsdorf; 28-Jähriger schwer verletzt.
  • Täter flüchteten; einer suchte später Krankenhaus auf.
  • Zeugin erkannte Täter im Krankenhaus; Polizei ermittelt.
  • Unklar, wie Busfahrer reagierte; Videoaufnahmen werden ausgewertet.
  • Polizei sucht zweiten Täter; Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ohne ersichtlichen Grund ist am späten Montagabend (23. September) in einem aus Berlin-Spandau kommenden Bus der Linie X36 ein Mann beim Aussteigen an der Haltestelle Edisonstraße in Hennigsdorf angegriffen und verletzt worden. Wenig später eskalierte der Vorfall noch weiter.

Es war gegen 23.10 Uhr, als ein 28-Jähriger gerade aus dem Bus aussteigen wollte, als ihm von einem anderen Fahrgast noch in dem Fahrzeug unvermittelt ins Gesicht geschlagen wurde. Laut Carola Haase von der Polizeiinspektion Oberhavel entstand daraufhin eine Rangelei, in die sich ein weiterer Mitfahrender einmischte, indem er dem bereits verletzten 28-Jährigen eine Flasche auf den Kopf schlug. Wodurch der Angriff ausgelöst wurde, ist bislang unbekannt.

Angriff in Hennigsdorf: Zeugin erkennt Angreifer im Krankenhaus wieder

Als dessen weibliche Begleitung die Auseinandersetzung außerhalb des Busses schlichten wollte, wurde sie ebenfalls Opfer der Angreifer, indem ihr ein Schlag ins Gesicht versetzt wurde. Der angegriffene Mann zog zu seiner Verteidigung ein Taschenmesser hervor, woraufhin die beiden Täter flüchteten.

Der 28-Jährige, der in Berlin wohnt, musste wegen seiner Kopfverletzungen stationär im Hennigsdorfer Krankenhaus aufgenommen werden. Dort erschien plötzlich auch der erste Täter. Dieser wollte eine Schnittverletzung behandeln lassen, die sich der in Hennigsdorf Lebende angeblich zu Hause zugezogen hatte. Dem behandelnden Personal kam das unglaubwürdig vor, weshalb die Polizei informiert wurde.

Als diese im Krankenhaus erschien, stellte sich heraus, dass die ebenfalls leicht verletzte Frau, die in Hennigsdorf lebt, den Mann mit der Schnittverletzung als einen der Täter erkannt hatte. Ob ihm diese Verletzung von dem sich verteidigenden Opfer, das aus Berlin stammt, zugefügt wurde, ist nicht bekannt.  Über den eigentlichen Vorfall war die Polizei bereits zuvor von einer Zeugin informiert worden, die an der Edisonstraße wohnt und den Angriff beobachtet hatte.

Unklar ist laut Sebastian Hoffmann, Pressesprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, wie sich der Busfahrer verhalten hat. Bislang wisse man nicht, ob dieser den Angriff im Bus mitbekommen und wie er in diesem Fall reagiert habe.

OVG-Busfahrer werden für solche Zwischenfälle geschult

Die Linie X36 weist die Besonderheit auf, von der Berliner BVG und der OVG aus Oberhavel betrieben zu werden. Sicher ist laut OVG-Sprecherin Sabine Fussan, dass sich der Angriff in einem OVG-Bus zugetragen hat. Laut der Sprecherin hat der Fahrer das Geschehen, soweit es sich im Bus abspielte, gesehen. Zudem gebe es mehrere Fahrgäste als Zeugen und eine Videoaufzeichnung von dem Teil des Vorfalls, der sich im Bus abgespielt hat. Der Fahrer muss in solch einem Fall die betriebsinterne Leitstelle informieren, die gegebenenfalls die Polizei einschaltet.

Für solche Vorfälle wird das OVG-Personal laut Fussan geschult. Daher habe der Mitarbeiter in diesem Fall wie vorgeschrieben die Türen geschlossen, um die Sicherheit der Fahrgäste herzustellen. Generell gilt, dass der Fahrer in solch einem Fall den Bus nicht verlassen darf.

Nach dem zweiten Täter wird noch gefahndet. „Dazu werden wir unter anderem die Videoaufnahmen aus dem Bus auswerten“, kündigte Hoffmann an. Noch ist nicht klar, ob sich die beiden Täter kennen. Sie sollen im Bus zumindest nebeneinander gesessen haben. Gegen die Angreifer wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.