Brand in Hennigsdorf: Marder verursacht im Umspannwerk Schaden in Millionenhöhe

Ein Marder setzt das Umspannwerk in Hennigsdorf in Flammen. Der Biss des Nagetiers sorgt für Schaden in Millionenhöhe.
Philipp SchulzeDas Umspannwerk in der August–Conrad–Straße stand in der Nacht zu Freitag (22. September) in Flammen. Ein ölgekühlter Transformator war in Brand geraten. Entstanden ist ein Schaden in sechsstelliger Höhe. Der Täter ist bekannt: Es ist ein Nagetier.
Einen meterhohen Lichterbogen aus der Richtung des Umspannwerks haben Zeugen in der Nacht bei der Polizei gemeldet. Ein Teil des Umspannwerkes stand in Flammen.
Strom musste unterbrochen werden
Schnell waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hennigsdorf vor Ort. Insgesamt sind sieben Fahrzeuge der Feuerwehr ausgefahren, wie die Polizeidirektion Nord mitteilte. 28 Einsatzkräfte waren daran beteiligt, den Brand schnell zu löschen.
Um größeren Schaden zu vermeiden, hat der Betreiber die Stromzufuhr unterbrochen. Jedoch konnte nicht verhindert werden, dass aus dem Transformator aussickerndes Öl in den Boden eindringt.
Personen wurden nicht verletzt oder geschädigt. Auch das Stromnetz der Stadt war nicht beeinträchtigt. Der entstandene Schaden ist erheblich. Die Polizei schätzt die Schadensumme auf eine Million Euro.
Nach kriminaltechnischen Untersuchungen konnte schnell eine Vermutung bezüglich des Täters gemacht werden. „Als Brandursache wird ein Marderbiss angenommen“, so Georg Modrack, Sprecher der Polizeidirektion Nord.
Es ist nicht das erste Mal, dass Nagetiere für erheblichen finanziellen Schaden sorgen und Teile der Infrastruktur lahmlegen. Im Juni 2023 sorgten Nager in Verbindung mit Starkregen dafür, dass die Linien RB20 sowie RB32 als auch die S1 und S8 für eine halbe Woche lahmgelegt wurden.

