Brand in Velten: Feuer an der Luxemburg-Straße ausgebrochen – war es eine Explosion?
Die Feuerwehr von Velten ist am Dienstag (23. April 2024) zu einem Brand in die Rosa-Luxemburg-Straße gerufen worden. Laut Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Neuruppin wurde die Polizei gegen 9 Uhr über das Feuer informiert. Demnach brach es im ersten Stock des Mietshauses Rosa-Luxemburg-Straße 49 aus.
Nach ersten Informationen der Polizei wurde niemand verletzt, der in der betroffenen Wohnung beziehungsweise in diesem Mehrfamilienhaus wohnt. Allerdings wurde laut Stadtwehrführer Heiko Nägel ein Mitglied der Feuerwehr bei dem Einsatz leicht an der Hand verletzt. Er konnte nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Fensterglas flog viele Meter weit
Der Einsatz stellte deshalb eine besondere Herausforderung dar, weil mehrere Zeugen nicht nur von Rauch berichtet hatten, der aus der Wohnung drang. Sie berichteten auch davon, eine Explosion gehört zu haben. „An Spuren in der Wohnung war sofort zu erkennen, dass alles nach einer Explosion aussieht“, berichtet Nägel am Mittag. Alle Fenster seien herausgeflogen, das Glas sei noch viele Meter entfernt gefunden worden.
Weil die Leitstelle Nordost in Eberswalde zwischenzeitlich – offensichtlich wegen der vielen Notrufe – nicht ausschließen konnte, dass es viele Verletzte geben könnten, wurde die Warnstufe „Massenannahme von Verletzten“ ausgegeben. Das hat sich vor Ort nicht bestätigt. Als die Feuerwehr eintraf, hatten bereits alle Mieter den Aufgang und die beiden benachbarten Treppenhäuser verlassen.
Die Bewohner der betroffenen Wohnung waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht vor Ort. Laut Nägel trafen sie später ein. Ihre Wohnung ist völlig zerstört.
Die Mieter der anderen Wohnungen konnten nach Abschluss der Löscharbeiten, die nach einer guten halben Stunde beendet waren, wieder zurückkehren. Schäden durch das Löschwasser sind lediglich für die Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss zu beklagen. Betroffen sind laut Nägel ein Getränkehandel und ein Friseursalon.
Zur Unterstützung war auch die Feuerwehr aus Hennigsdorf gerufen worden. Wegen der Unsicherheit bezüglich einer möglichen größeren Anzahl von Verletzten waren anfangs bis zu vier Notärzte vor Ort.
Polizei schließt Brandstiftung nicht aus
Am frühen Nachmittag ergänzte Polizeisprecher Joachim Lemmel, dass eine Brandstiftung nicht auszuschließen sei. Wie es zu einer solchen in einer verschlossenen Wohnung kommen kann, in der sich zu der Zeit kein Bewohner befunden hat, ließ es dabei offen. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei übernommen.
Nach ersten Schätzungen der Polizei sind bei dem Brand Schäden von rund 50.000 Euro entstanden.


