Caritas übernimmt: Hennigsdorfs katholische Kita endgültig gerettet

Vor einem Jahr protestierten Eltern gegen die drohende Schließung der katholischen Kita.
privatMitte Juni vorigen Jahres hatte die katholische Kirchengemeinde verkündet, die Kita zum 31. Juli 2019 zu schließen. Elternproteste sorgten damals dafür, dass die Einrichtung vorerst bestehen blieb. Um die Kita auf Dauer retten zu können, sollte bis 31. Juli 2020 ein neuer Träger gefunden werden.
Schon vor Monaten hatte sich abgezeichnet, dass die Caritas bereit sei, den Kindergarten „Zu den heiligen Schutzengeln“ zu übernehmen. Seither wurden bereits mehrere, teils Jahre nicht gelöste Probleme beseitigt. Dazu zählt, dass die lange Zeit vakante Leitungsstelle wieder besetzt wurde. Mit Sigrid Krämer wurde dafür eine Erzieherin gefunden, die zuvor in Hohen Neuendorf mit einem eigenen Montessori–Kinderladen Leitungs– und Konzepterfahrung bewiesen hatte.
Auch das lange Zeit vermisste Konzept kann die katholische Kita nun vorlegen. Sonja Zipper nennt drei Schwerpunkte: „Die Religions– und die Montessori–Pädagogik sowie das Ackerprojekt.“ Mit Letzterem wird bereits seit einigen Monaten eine ökologisch–pädagogische Ausrichtung verfolgt. Die Kinder betreuen einen auf dem Grundstück entstandenen Acker von der Aussaat bis zur Ernte. Das Projekt wird mit Fördermitteln unterstützt. Perspektivisch soll die Montessori–Ausrichtung prägend für die Kita werden.
Von den 43 Kita–Plätzen sind derzeit 42 vergeben. Hinsichtlich der Elternbeiträge und der Entlohnung der acht Mitarbeiterinnen ändert sich durch die Caritas-Übernahme nichts. Trotz Corona werden derzeit wieder alle Kinder voll betreut.
