Großbrand: Verheerendes Feuer am Oberstufenzentrum in Hennigsdorf
„Wir haben sofort entschieden, dass wir mit der Drehleiter das Feuer von oben eindämmen“, erklärte Robert Heinsius. Der 36-Jährige koordinierte den Einsatz in Hennigsdorf. Auch von innen ging ein weiterer Trupp vor, um den Brand zu kontrollieren. Der dritte Weg erfolgte von hinten. „Zum Glück waren die Löschmaßnahmen mit der Drehleiter schnell erfolgreich, so dass wir die Ausbreitung des Brandes in das Gebäude verhindern konnten“, sagte Heinsius.
Hinter den Blechen, die auf dem Flachdach des Gebäudes angebracht sind, schwelt der Brand jedoch noch. „Das werden wir weiter kontrollieren, aber wir können jetzt die Einsatzkräfte reduzieren“, erklärte der Einsatzleiter gegen 19.30 Uhr. Wie das Feuer ausgebrochen ist, darüber will er nicht spekulieren. „Es ist Silvester“, sagte er nur und verwies auf die Ermittlungen der Kriminaltechniker, die bereits vor Ort waren.
819857
Heinsius und seine Kameraden waren von den Silvesterfeiern mit Familien und Freunden aufgebrochen. „Wir stellen uns immer darauf ein, dass an einem solchen Abend etwas passieren kann“, erklärte er.
Auch Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther und Landrat Ludger Weskamp eilten sofort nach Hennigsdorf. „Ich wollte gerade zu meiner Feier“, so Thomas Günther. Er bedankte sich bei den Rettern für ihren schnellen Einsatz. Landrat Weskamp als Hausherr – der Landkreis ist Träger des OSZ – verschaffte sich sofort einen Überblick. Gemeinsam mit Kreisbrandmeister Steffen Malucha ging er nach Abschluss der Löscharbeiten durch das Gebäude, um die Schäden zu begutachten. Das Ausmaß ist vermutlich erst am Tage sichtbar. „Zum Glück haben wir innen keine Brandschäden, aber es ist viel Wasser im Gebäude“, so Weskamp. Ob am Montag Unterricht dort stattfinden kann, ist momentan noch unklar. Der Schulleiter, der Hausmeister und der Landkreis kümmerten sich am späten Abend um die Sicherung des Hauses. Alles weitere wird der Neujahrstag zeigen.
819995




