Katholische Kita
: Dauerhafte Rettung in Sicht

Im Sommer sollte die Hennigsdorfer Einrichtung geschlossen werden. Jetzt scheint der dauerhafte Erhalt gesichert.
Von
Roland Becker
Hennigsdorf
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Im Juni hatten Eltern gegen die beabsichtigte Schließung der katholischen Kita protestiert.

privat

„Wir haben erst einmal mit einem Darlehen geholfen“, berichtet Bistumssprecher Stefan Förner. Damit sollte die Gemeinde entlastet werden, die den Kindergarten bis dato auf eigene Kosten betrieb. Von guten Erfahrungen berichtet auch Thomas Gleißner, Sprecher des Caritasverbands vom Erzbistum Berlin. Die Caritas war im Sommer kurzfristig eingesprungen, um die Geschicke des Kindergartens in die Hände zu nehmen. Als erstes sei die bis dato vakante Stelle der Kita–Leitung besetzt worden. Bis eine Dauerlösung gefunden ist, wird Theresia Mesli diese Aufgabe erfüllen. „Frau Mesli ist sehr erfahren und hat viele Jahre einen katholischen Kindergarten in Spandau geleitet“, berichtet Gleißner. Um der Hennigsdorfer Einrichtung zu helfen, sei sie nochmals aus dem Ruhestand zurückgekehrt. Sie wird bleiben, „bis wir eine dauerhafte Lösung gefunden haben“, sagt der Caritas–Sprecher. Derzeit würden Gespräche mit Bewerbern geführt, die die Leitung auf Dauer übernehmen wollen.

Zugleich läuft die Suche nach einem Träger, der die Kita übernehmen möchte. Im Sommer war vereinbart worden, dass bis 31. Juli 2020 ein kirchlicher Träger gefunden werden muss. Gelänge dies nicht, würde der Kindergarten zum Jahresende 2020 geschlossen. Diese Gefahr hält Gleißner für gering. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Kita dauerhaft weitergeführt werden kann“, zeigt sich der Sprecher optimistisch. Zwischen den Zeilen scheint hindurch, was Gleißner offiziell noch nicht sagen will oder kann: Der Cartias–Verband selbst ist durchaus interessiert, die Schutzengel–Kita dauerhaft unter seine Fittiche zu nehmen.

Angepackt worden sei auch, Probleme im Kita–Alltag aufzuarbeiten. „Dass  betrifft auch pä­dagogische Aspekte“, sagte Gleißner. Derzeit besuchen 38 Mädchen und Jungen die Einrichtung, die eine Betriebserlaubnis für 43 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren besitzt.