Krankenhaus Hennigsdorf: Online-Petition gestartet – Kampf gegen Schließung

Eine Krankenpflegerin und ein Krankenpfleger schieben ein Krankenbett durch den Gang einer Station eines Krankenhauses. In Hennigsdorf wird es - so die Pläne der Oberhavel Kliniken - in absehbarer Zeit keine stationäre Versorgung mehr geben. (Symbolbild)
Marijan Murat/picture alliance/dpa- Schließung des Krankenhauses Hennigsdorf geplant; Empörung und Online-Petition gestartet.
- Bürgermeister Günther und Seniorenbeirat kritisieren die Pläne scharf.
- Petition fordert Erhalt des Standorts; Gesundheitsversorgung für Hennigsdorf gefährdet.
- Bürgerinitiative könnte gegründet werden, um gegen die Schließung vorzugehen.
- Entscheidung innerhalb von 5 bis 7 Jahren erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Entsetzen, Frust und Unverständnis: Die geplante Schließung des Krankenhaus-Standortes in Hennigsdorf sorgt für eine Welle der Empörung. Erste Initiativen, die zu einer Rettung der Einrichtung führen sollen, wurden gestartet. Unterschriften werden gesammelt.
Der Krankenhaus-Standort in Hennigsdorf hat in der bekannten Form keine Zukunft. In einem Zeitraum von fünf bis sieben Jahren wird es keine stationäre Versorgung mehr geben. Die Ankündigung von Landrat Alexander Tönnies und Klinik-Geschäftsführer Detlef Troppens sorgt in Hennigsdorf seit der Bekanntgabe am Dienstag (11. Februar) für Entsetzen.
Krankenhaus Hennigsdorf – Senioren bestürzt und empört
Sehr schnell hatte Bürgermeister Thomas Günther reagiert. Die Pläne seien nicht akzeptabel. „Den Landkreis fordern wir als Stadt auf, so zu entscheiden, dass Kompetenzen am Standort Hennigsdorf verbleiben und auf lange Sicht gesichert werden.“
Harsche Kritik äußert auch Udo Hoffmann. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates betont: „Die Seniorinnen und Senioren der Stadt Hennigsdorf sind bestürzt und empört.“ Die Schließungspläne würden allen Forderungen und Planungen, „die bisher bekannt und auch Teil der Wahlprogramme der demokratischen Parteien zu den letzten Kommunalwahlen in 2024 waren“, widersprechen.
Die nunmehr bekannte Argumentation des Kreises missachte in großen Teilen eine Politik, die auf die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gerichtet ist. „Ich werde dem Seniorenbeirat der Stadt, der sich mitverantwortlich für viele tausende ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger fühlt, eine Resolution vorlegen, die die geplanten Maßnahmen auf das Schärfste verurteilt.“
Der Seniorenbeirat werde alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufrufen, sich diesen Planungen entgegenzustellen. „Wir schrecken auch nicht davor zurück, diese Pläne mit der Gründung und den Möglichkeiten einer Bürgerinitiative zu bekämpfen!“
Krankenhaus Hennigsdorf – Petition zum Erhalt des Standortes
Derweil wurde im Internet eine Petition gestartet. Überschrift: „Wir sind für den Erhalt des Standortes des Krankenhauses Hennigsdorf.“ Einbringerin Diana Krüger unterstreicht die Forderung mit der Aussage, dass eine gute und sichere Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Hennigsdorf und dem Umland jederzeit gewährleistet sein muss. „Mit der geplanten Schließung wird ein zentraler Bestandteil der medizinischen Versorgung infrage gestellt.“
Aus Sicht der Petentin muss eine Strukturveränderung im Gesundheitswesen mit Bedacht erfolgen. Sie dürfe nicht wirtschaftlich gedacht werden – und nicht dazu führen, dass die Gesundheitsversorgung rund um Hennigsdorf ausgedünnt wird. „Die Veränderungen dürfen auf keinen Fall zu Lasten der Menschen vollzogen werden.“


