RE6 in Oranienburg
: Prignitz-Express fährt wieder, das ändert sich für Pendler

Die Bahn beendet die Bauarbeiten im Rhinluch bei Kremmen. Das hat Konsequenzen für Hennigsdorf, Velten, Oranienburg und Neuruppin. Was das für Pendler im RE6 bedeutet.
Von
Jürgen Liebezeit
Hennigsdorf/Neuruppin/Oranienburg
Jetzt in der App anhören
Bahnhof Hennigsdorf - Prignitz-Express: ARCHIV - 24.11.2024, Brandenburg, Hennigsdorf: Der Prignitz-Express beziehungsweise Regionalexpress RE6 fährt aus Wittenberge und Neuruppin kommend in den Hennigsdorfer Bahnhof ein. (zu dpa: «Bahnausbau zwischen Velten und Neuruppin verzögert sich») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Prignitz-Express kommt zurück: Der RE6 verbindet auf seiner Stammstrecke die Prignitz mit Berlin. Der bei Pendlern beliebte Zug hält in Neuruppin und Hennigsdorf.

Soeren Stache/dpa
  • RE6 kehrt ab 1. Mai auf die Stammstrecke über Neuruppin und Kremmen nach Hennigsdorf zurück.
  • Mit Abschluss der Generalsanierung Berlin–Hamburg voraussichtlich Mitte Juni bis Berlin-Charlottenburg.
  • RE6 fährt ab Mai nicht mehr über Löwenberg und Oranienburg – die Direktverbindung entfällt.
  • RB55 verkehrt wieder zwischen Kremmen und Hennigsdorf, RE6 und RB55 damit planmäßig.
  • In Oranienburg fallen RB20 und RB32 bis Mitte Juni weiterhin aus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Arbeiten am Bahndamm durchs Kremmener Rhinluch sollen in der letzten April-Woche  abgeschlossen werden. Das bestätigte eine Bahnsprecherin auf Nachfrage. Das hat nicht nur Konsequenzen für die Regionalbahnlinie RE6.

Der Prignitz-Express (RE6) kehrt zurück auf seine Stammstrecke. Berufspendler aus Neuruppin, Oranienburg, Velten und Hennigsdorf müssen sich deshalb umstellen.

Der Prignitz-Express verkehrt ab 1. Mai wieder über Neuruppin und Kremmen bis nach Hennigsdorf – und mit Abschluss der Generalsanierung der Strecke zwischen Berlin und Hamburg voraussichtlich Mitte Juni weiter bis nach Berlin-Charlottenburg.

RE6 und RB55 ab Mai wieder planmäßig unterwegs

Ab Hennigsdorf fährt bis dahin noch der RE2 über Hauptbahnhof und Flughafen BER nach Cottbus. Allerdings gilt der RE2 bei Pendlern aus Hennigsdorf als relativ unzuverlässig.

Während der Bauarbeiten im Rhinluch fiel der RE6 zwischen Neuruppin und Kremmen aus. Es wurden entlang der Trasse Busse eingesetzt und der RE6 über Oranienburg umgeleitet. Auf der Stammstrecke zwischen Kremmen und Hennigsdorf gibt es noch bis 30. April Pendelfahrten mit Halt in Kremmen und Velten.

Der RB55 fährt wieder gewohnt zwischen Kremmen und Hennigsdorf. Damit sind der RE6 und der RB55 wieder planmäßig unterwegs.

Die aktuelle Direktverbindung vom Prignitz-Express über Löwenberg und Oranienburg nach Berlin-Gesundbrunnen fällt ab 1. Mai weg. Viele Pendler und Politiker bedauern das. Der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt (SPD), kämpft  für die Beibehaltung der Umleitungsstrecke – bislang vergeblich.

Laut Verkehrsverbund und Landesministerium schafft das nämlich neue Probleme. Besonders betroffen sei die Regionalbahn 54 zwischen Rheinsberg und Löwenberg. Sie muss häufig Zwangspausen einlegen und den RE6 passieren lassen. „Sie ist im vergangenen Jahr zur unpünktlichsten Linie in ganz Berlin-Brandenburg geworden – mit Werten zwischen 54 und 71 Prozent“, sagte Bernd Arm vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg schon Mitte März auf einer Gesprächsrunde in Neuruppin.

Von Oranienburg direkt zum Flughafen BER erst im Sommer

Die Route über Oranienburg war laut Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg nur eine Übergangslösung angesichts zahlreicher Bahnbaustellen in der Region, damit die Prignitz und Ostprignitz-Ruppin überhaupt nach Berlin angebunden bleiben.

Die alternative Verbindung war in Neuruppin offenbar weniger attraktiv als die Stammstrecke. Der VBB hat seit Beginn der Umleitung über Oranienburg geringere Fahrgastzahlen registriert. „In Neuruppin steigen zehn Prozent weniger in den RE6“, so Bernd Arm.

Auf der Bahntrasse durch Oranienburg ist ohnehin viel los. Der RE85 verbindet seit der Generalsanierung Berlin–Hamburg Schwerin mit der Bundeshauptstadt und hält dabei in Oranienburg. Weil die Gleise auch durch den Güterverkehr stark genutzt werden, fällt der RB20 (Oranienburg–Potsdam) bis Mitte Juni zwischen Oranienburg und Birkenwerder aus. Fährgäste sollen die S-Bahn-Linie S1 nutzen. Auch der Flughafenzubringer RB32, der die Kreisstadt von Oberhavel direkt mit dem Flughafen verbinden soll, wurde bis 13. Juni eingestellt. Diese Linie startet und endet in Berlin-Lichterberg.

Eigentlich sollte die Generalsanierung bereits Ende April abgeschlossen werden. Doch es gab Probleme auf den Baustellen, sodass die Vollsperrung  bis 13. Juni verlängert wurde. Die Strecke soll erst dann wieder komplett in Betrieb genommen werden.

Pendeln

Warum kommt die Bahn zu spät? Was bringt ein Tempolimit auf der Autobahn? Und wie sieht die perfekte Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger aus? Wir berichten über Mobilität in unserer Region - und darüber hinaus.