Sperrung in Velten: L20 vier Monate gesperrt – so geht es zum Bernsteinsee

Seit Jahren gilt die Straße zwischen Velten und Pinnow als eine der holprigsten Strecken in Oberhavel. Jetzt soll Abhilfe geschaffen werden.
Roland Becker- L20 Velten-Pinnow wird saniert; Vollsperrung ab 12. Mai bis 6. September.
- Abschnitt Velten-Bernsteinsee bis 16. Juli, dann bis Pinnow.
- Umleitungen über Autobahnen A10 und A111, langsamere Fahrzeuge über Germendorf und Oranienburg.
- Radweg nutzbar, Zufahrt für Anwohner gesichert.
- Langfristige Sanierung und mehr Mittel gefordert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Mitte März angekündigte Teilsanierung der Landesstraße L20 zwischen Velten und Pinnow soll jetzt in Angriff genommen werden. Der Landesbetrieb Straßenwesen teilte am Dienstag (22. April) mit, dass die Arbeiten am Montag, 12. Mai, beginnen sollen. Saniert wird unter Vollsperrung. Dabei werden zwei Bauabschnitte gebildet.
Generell geht es auf der 3,5 Kilometer langen Strecke nicht um eine grundhafte Erneuerung der massiv geschädigten Straße, sondern darum, eine neue Binder- und Deckschicht aufzutragen.
Zuerst wird der Abschnitt von Velten bis Bernsteinsee saniert
Begonnen wird mit dem Abschnitt zwischen dem Ortsausgang Velten (Pinnower Chaussee) und der Einmündung Borgsdorfer Weg, der zwischen den beiden Autobahnbrücken der A111 und A10 liegt. Anschließend wird vom Borgsdorfer Weg bis zum Parkplatz Bernsteinsee gebaut. Für diese Maßnahmen wird der Abschnitt vom 12. Mai bis voraussichtlich 16. Juli voll gesperrt. Wer in der dann bereits begonnenen Badesaison den Bernsteinsee erreichen will, muss diesen über Pinnow anfahren. Eine Alternative ist das Fahrrad. Der Radweg kann genutzt werden.
Ab dem 17. Juli soll dann der Abschnitt zwischen der Autobahnbrücke A10 (ab Einmündung Betonwerk) bis zum Ortseingang Pinnow saniert werden. Dann erfolgt die Anfahrt zum Bernsteinsee über Velten oder ebenfalls über den neuen Radweg. Nach den jetzigen Plänen soll die L20 bis zum 6. September fertig sein. Für Grundstücksbesitzer innerhalb der Baustelle bleibt die Zufahrt gewährleistet.
Umleitung erfolgt über zwei Autobahnen
Die Umleitungen werden ausgeschildert und führen Richtung Velten über den Autobahnanschluss Birkenwerder auf die Autobahn A10 zum Dreieck Oranienburg, wo auf die A111 bis zur Anschlussstelle Hennigsdorf gewechselt wird. Richtung Pinnow verläuft die Umleitung in entgegengesetzter Richtung. Für langsam fahrende Fahrzeuge, die die Autobahn nicht benutzen dürfen, gibt es eine andere Umleitung. Diese erfolgt über Germendorf und Oranienburg.
Eine Vollsperrung ist nötig, weil laut Landesbetrieb Straßenwesen die Arbeiten bei einspuriger Verkehrsführung aus Gründen des Arbeitsschutzes nicht erfolgen dürfen. Wegen der starken Fahrbahnschäden gilt derzeit auf diesem Abschnitt der L20 die Höchstgeschwindigkeit 50. Nach Ende der Arbeiten dürfte sich das erledigt haben. Unklar bleibt allerdings, ob dann auf dem Abschnitt Tempo 100 erlaubt ist, oder ob es eine Begrenzung auf 80 Kilometer pro Stunde geben wird.
Die Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt (CDU), die auch verkehrspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, begrüßt die Baumaßnahme. Sie setzt sich schon lange dafür ein, dass sich die Verkehrsverhältnisse auf der maroden Straße entscheidend verbessern. Allerdings fordert sie: „Die Sanierung mit einer neuen Deckschicht darf nur ein Zwischenschritt sein.“ Langfristig sei für die durch Schlaglöcher und Bodenwellen beschädigte Straße eine vollständige Sanierung nötig.
Nicole Walter-Mundt fordert mehr Geld für Sanierung von Straßen
Die Oppositionspolitikerin fordert daher von der SPD/BSW-Landesregierung, dass diese die Finanzmittel für den Straßenbau kräftig aufstockt: „Hier ist die Landesregierung in der Pflicht, ihren Haushaltsentwurf für die Jahre 2025 und 2026 deutlich nachzuschärfen.“ Selbst wenn dies geschehen sollte, wird das der Strecke zwischen Velten und Pinnow nicht zugutekommen. Mit den jetzt anstehenden Arbeiten dürften sich dort weitere Investitionen auf Jahre erledigt haben. Im März 2025 hatte Steffen Streu, Sprecher vom Landesbetrieb Straßenwesen, gesagt: „Ein grundhafter Ausbau ist in absehbarer Zeit nicht geplant.“
