Unfall auf A111
: Chaos auf Autobahn und Umleitungen – das ist der Grund

UPDATE (19.30) Nach einem Unfall musste die A111 am Mittwoch in Richtung Dreieck Oranienburg  mehrere Stunden gesperrt werden. Es gab einen langen Stau bis nach Berlin. Auch die Umleitungen waren überlastet.
Von
Jürgen Liebezeit
Hennigsdorf
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Auf den Autobahnen in Oberhavel gab es am Wochenende mehrere Unfälle (Symbolfoto).

Auf der A111 bei Hennigsdorf ereignete sich ein Unfall mit schwerwiegenden Folgen für den Verkehr. (Symbolfoto).

dpa

Chaos auf der A111 und den Ausweichrouten in Oberhavel und Berlin. Nach einem Unfall auf der A111 am Mittwoch, 11. September, musste die Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Stolpe und Hennigsdorf in Richtung Dreieck Oranienburg um 11.30 Uhr komplett gesperrt werden. Die Sperrung wurde erst am späten Nachmittag wieder aufgehoben.

Der Verkehr, der an der Anschlussstelle Hennigsdorf/Stolpe abgeleitet wurde, staute sich zurück bis zur Anschlussstelle Schulzendorfer Straße in Berlin. Letzte freie Ausfahrt war lange Zeit die Anschlussstelle Waidmannsluster Damm.

Wartezeit mehr als eine Stunde – Umleitungen überlastet

Viele Pendler aus Oberhavel, die Feierabend hatten und nach Hause wollen, waren betroffen. Zeitweise betrug die Wartezeit mehr als eine Stunde. Entsprechend frustriert ließen vielen Pendler in den sozialen Medien ihrem Ärger freien Lauf.

Auch die Umleitungsstrecken waren überlastet. Stau gab es auf der L171 nach Hohen Neuendorf und in der Folge auf der B96 bis nach Birkenwerder. Am späten Nachmittag sorgte zudem ein defektes Fahrzeug auf der Hauptstraße in Birkenwerder für zusätzliche Verzögerung. Auch die B96 zwischen Frohnau und Hohen Neuendorf sowie in Glienicke war verstopft. Der Schleichweg über die Schildower Straße ist derzeit wegen Bauarbeiten gesperrt.

In den Stadtzentren von Hennigsdorf und Velten bewegte sich ab Mittag auch kaum noch ein Auto. Lange Wartezeiten gab es ebenfalls auf der Ruppiner Chaussee, die Heiligensee mit Hennigsdorf verbindet. Im Prinzip waren alle möglichen Ausweichrouten nahe der A111 voll.

Eine Person bei Unfall verletzt

Ortskundige versuchten, die Staus weiträumig zu umfahren. Navigationssysteme empfahlen Autofahrern, die im Westberlin waren, sogar eine Umfahrung des Mega-Staus über die Avus, durch Potsdam und die A10 nach Oberhavel.

Nach der Freigabe der A111 am späteren Nachmittag baute sich der Stau nur langsam ab.

Grund für die stundenlange Sperrung der A111 war ein Unfall. Die Fahrbahn war durch eine 300 Meter lange Ölspur zu einer gefährlichen Rutschpartie geworden. Der Asphalt musste aufwendig gereinigt werden.

Eine 64-jährige Chevrolet-Fahrerin hatte gegen 11.20 Uhr auf dem Einfädelungsstreifen an der Anschlussstelle Stolpe offenbar aufgrund der nassen Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und war seitlich mit dem Lastwagen eines 69-Jährigen kollidiert. Dabei wurde sie leicht verletzt, Rettungskräfte brachten sie ins Krankenhaus. Am Lkw wurde der Tank beschädigt, rund 500 Liter Kraftstoff liefen aus. Die Reinigung der Fahrbahn musste eine Spezialfirma übernehmen, der entstandene Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf rund 15.000 Euro.

Erst am Wochenende war die A111 auf Höhe der Rastanlage Stolper Heide gesperrt worden. Dort ist ein Lkw-Fahrer mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Der Täter konnte ergriffen werden. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

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