A10 bei Königs Wusterhausen
: Zoll-Hund Bobby schnappt Brüder auf der Autobahn

In einem Sprinter entdeckt der Zoll auf der Autobahn A10 bei Königs Wusterhausen eine beträchtliche Bargeldsumme. Die Brüder aus Litauen verstricken sich anschließend in Widersprüche.
Von
Till Eichenauer
Königs Wusterhausen
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Zollhund "Bobby" vom Hauptzollamt Potsdam ist auf Bargeld und Tabakwaren

Zollhund Bobby vor Gepäck am Flughafen BER. Zuletzt kam er an der A10 bei Königs Wusterhausen zum Einsatz – mit Erfolg.

Hauptzollamt Potsdam/Christiane Ullrich
  • Zollhund „Bobby“ findet 11.682 Euro in bar in einem Sprinter auf der A10 bei Königs Wusterhausen.
  • Zwei litauische Brüder geben widersprüchliche Angaben zur Herkunft des Geldes.
  • Bargeld, darunter 8.515 britische Pfund, war in einem schwarzen Rucksack versteckt.
  • Verdacht auf Geldwäsche: Zoll beschlagnahmt das Geld und leitet Bußgeldverfahren ein.
  • Ab 10.000 Euro Bargeld besteht bei EU-Reisen eine Meldepflicht – Herkunft muss nachweisbar sein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einer routinemäßigen Zollkontrolle auf der Autobahn A10 an der Abfahrt Niederlehme bei Königs Wusterhausen hat Zollhund „Bobby“ einen richtigen Riecher bewiesen.

Wie das Hauptzollamt Potsdam mitteilte, erschnüffelte der auf Bargeld und Tabakwaren spezialisierte Hund am 26. Juni in einem Sprinter mit litauischem Kennzeichen Banknoten im Wert von insgesamt 11.682 Euro. Das Geld – darunter 1.720 Euro und 8.515 britische Pfund – war in einem schwarzen Rucksack versteckt, zu dem sich der 44-jährige Beifahrer bekannte.

Die beiden Insassen des Fahrzeugs, zwei Brüder aus Litauen, waren auf dem Weg nach Großbritannien. Laut Polizei erklärten sie, in Litauen Urlaub gemacht zu haben und in Großbritannien zu arbeiten. Auf die Frage der Zöllner, ob sie mehr Bargeld als 10.000 Euro mitführten, verneinten beide Männer zunächst.

Nach dem Fund wurden die beiden Männer getrennt befragt. Dabei kamen den Zöllnern Zweifel an der Geschichte. Die Angaben zur Herkunft des Geldes seien widersprüchlich gewesen. Zudem und Belege konnten die Brüder nicht vorlegen.

Die Banknoten in britischen Pfund, die auf der Autobahn bei Königs Wusterhausen vom Zoll entdeckt wurden.

Die Banknoten in britischen Pfund, die auf der Autobahn bei Königs Wusterhausen vom Zoll entdeckt wurden.

Hauptzollamt Potsdam/Christiane Ullrich

Wegen des Verdachts auf Geldwäsche und der fehlenden Anmeldung des Bargelds stellten die Einsatzkräfte das Geld sicher und leiteten ein Bußgeldverfahren ein. Die weiteren Ermittlungen hat die Gemeinsame Finanzermittlungsgruppe Brandenburg übernommen.

Wie viel Bargeld darf ich als Reisender mitführen?

Bei Reisen innerhalb der EU besteht ab 10.000 Euro Bargeld (oder Gegenwert in anderen Währungen, sowie bestimmten Wertgegenständen wie Schecks oder Gold) eine Anzeigepflicht.

Beim Grenzübertritt musst du auf Nachfrage von Zoll- oder Polizeibeamten die Herkunft und den Verwendungszweck des Geldes glaubhaft machen können.

Innerhalb Deutschlands gibt es keine Meldepflicht für das Mitführen von Bargeld.