A10 Center Wildau
: Eröffnet hier bald ein Shop für Anime und Mangas?

Beim Pop-up-Store von „Smilytoys“ im A10 Center, herrschte jüngst ein großer Andrang. Wird der Laden hier bald regulär Animes, Mangas und Pokémon-Karten verkaufen?
Von
Marlene Wetzel
Königs Wusterhausen
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Smilytoys-Geschäftsführer Oliver Scholz freut sich über den Andrang im A10 Center. Eröffnet er neben seiner Filiale in Potsdam bald auch hier einen Laden?

Smilytoys-Geschäftsführer Oliver Scholz freut sich über den Andrang im A10 Center Wildau. Eröffnet er neben seiner Filiale in Potsdam bald auch hier einen Laden?

Marlene Wetzel
  • Pop-up-Store von Smilytoys im A10 Center Wildau zog großen Andrang an.
  • Geschäftsführer testet den Standort – Eindruck ist sehr gut.
  • Smilytoys verkauft Anime-, Manga-Artikel, Figuren, Pokémon-Karten und Snack Bags.
  • Kundschaft reicht von Teenagern bis Erwachsenen, Sammeln und Nostalgie treiben Käufe.
  • Gespräche über feste Filiale laufen, geeignete Fläche und Nachfrage sprechen dafür.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Quietschende Farben, verrückte Figürchen, ein ziemlicher Andrang von Kindern und dazwischen Leute mit bunt gefärbten Haaren: Wer am Freitag, 15. Mai, durchs A 10 Center geschlendert ist, konnte den Pop-up-Store von Smilytoys nicht übersehen.

Ein Pop-up-Store ist ein Geschäft, das nur für eine gewisse Zeit, also vorübergehend, geöffnet hat, und Smilytoys ein Laden für Anime, Manga und Sammelkarten. Von außen betrachtet: ein Shop für Nerds. Aber stimmt das auch? Wer kauft hier ein und was treibt die Kunden an?

Die 16-jährige Leonie aus Fürstenwalde scheint überglücklich: Gerade hat sie eine Überraschungstüte mit Süßigkeiten aus Japan gekauft – für 20 Euro. Sie könne nicht genau beschreiben, wie die schmecken, aber irgendwie anders, sagt sie. Nach Matcha zum Beispiel.

Smilytoys im A10 Center: Sammeln als Kaufmotivation

Mara aus Königs Wusterhausen ist 19 Jahre alt und im Begriff, zwei Anime-Figuren zu erstehen. Die größere kostet 50 Euro. Seit vier Jahren sammle sie diese Figuren und besitze inzwischen 40 Stück, erzählt sie. Warum? „Einfach, weil man sie sammeln muss.“ Sie lacht und verrät, dass sie seit 10 Jahren Animes anschaut. Aber Mara sammelt nicht nur, sie ist auch Cos-Playerin. Das heißt, dass sie sich wie die Figuren verkleidet.

Eine große Anime-Figur kostet 50 Euro. Mara besitzt 40 davon. Ihr Freund sammelt mit.

Eine große Anime-Figur kostet 50 Euro. Mara besitzt 40 davon. Ihr Freund sammelt mit.

Marlene Wetzel

Offenbar sprechen die Karten und Figuren ein gemischtes Publikum an. In dem Pulk von Menschen vor dem Stand steht auch Bauleiter Leon aus Köpenick, 27 Jahre alt und Pokémon-Karten-Sammler. Er erzählt, dass er die Karten schon mal vor zwanzig Jahren gesammelt habe und jetzt wieder seit zweieinhalb Jahren.

Pokémon-Karten wie Münzen-Sammeln

Angefangen habe er mit einer Sammlung, die er für rund 250 Euro auf Ebay, „aus Spaß“ erstanden habe. Bisschen sortieren, bisschen gucken, bisschen verkaufen – das sei nichts anderes als für andere Menschen, die Münzen sammeln. Für ihn ein Ausgleich zur Arbeit und auch mit Nostalgie verbunden. Denn er sammle hauptsächlich Karten von 1996 bis 2004, eben die, die er damals schon gesammelt habe. Scheinbar ein relativ einsames Hobby, denn seine Freunde, so verrät er, sammeln nicht mit.

Inzwischen besitze er 9000 Karten, gehe einmal die Woche in seinen Stammladen in Schöneiche und gebe 100 bis 500 Euro pro Monat für die Karten aus. Zur Einordnung sagt Leon: Insgesamt gebe es 1025 verschiedene Pokémon-Tiere und jedes Tier habe mehrere Karten.

Bunte Süßigkeiten aus Japan: Smilytoys lockt mit "Snack Bags" voller Überraschungen.

Bunte Süßigkeiten aus Japan: Smilytoys lockt mit "Snack Bags" voller Überraschungen.

Marlene Wetzel

Smilytoys-Geschäftsführer Oliver Scholz, der hinter dem Verkaufsstand steht, erklärt, mit dem Pop-up-Store im A10 Center wolle er testen, wie gut sein Business hier laufe. Sein Eindruck: sehr gut. Bislang gebe es eine Smilytoy-Filiale im Stern-Center in Potsdam. Sein Team von 13 Mitarbeitenden eröffne dort am 6. Juni eine weitere und am 27. Juni noch eine dritte in Spandau. Zu den Eröffnungen verspricht er Livemusik und ein Panel mit einer Synchronsprecherin.

Riesen Bedarf an Shops für Animes, Mangas und Pokémon

Er sehe einen riesen Bedarf an Shops wie Smilytoys in Brandenburg, aber auch in Berlin. Zunächst plane er den Speckgürtel zu erobern, da passe das A10 Center „ganz gut“, so Scholz. Vor allem, weil ein ähnlicher Shop, „Gamestop“, von dem es auch im A10 Center eine Filiale gegeben hätte, sich vollständig aus Deutschland zurückgezogen hätte. Es habe sogar schon Gespräche mit der Center-Leitung dazu gegeben, die wolle er wiederaufnehmen. Wichtig sei, eine geeignete Fläche zu finden.

Leonie und Mara jedenfalls fänden es toll, wenn ein Smilytoys im A10 Center eröffnen würde. „Das wäre eine Anlaufstelle für die ganze Community“, glaubt Leonie.

Die Center-Leitung hat sich bis Redaktionsschluss nicht zum Thema geäußert.