Musik aus Königs Wusterhausen: Straßen-Musiker Alex will auf die große Bühne

Mit seiner Gitarre und seiner markanten Stimme dürfte Alex vielen Menschen in Königs Wusterhausen bekannt sein. In der Bahnhofstraße hat er sein Lampenfieber überwunden.
Till Eichenauer- Straßenmusiker Alex spielt fast täglich in der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen.
- Er übt dort ein bis eineinhalb Stunden und überwindet sein Lampenfieber.
- Er spielt Covers und eigene Lieder, die auf persönlichen Erlebnissen basieren.
- Einnahmen schwanken nach Wetter und Laune der Passanten – gelegentliche Auftritte folgten.
- Ziel ist eine Profikarriere als Musiker, die Straße sieht er als Übergang.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer gegen Mittag die Bahnhofstraße von Königs Wusterhausen entlanggeht, hat gute Chancen, ihn zu hören: Alex. Der 22-Jährige steht fast jeden Tag in der Einkaufsmeile und singt seine Lieder. „Ich versuche, von Montag bis Freitag hier zu sein. Meistens so eine halbe bis eineinhalb Stunden.“
Alex ist in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) aufgewachsen und ist ausgebildeter darstellender Bühnenkünstler. Aktuell ist seine Bühne die Straße seiner Heimatstadt, aber er hat auch schon „hier und da mal kleine Auftritte auf Veranstaltungen gehabt“, wie er sagt.
Die Zeit als Straßenmusiker sieht Alex als Übung für die Zukunft: „Es ist hier ein komplett anderes Gefühl, als auf der Bühne zu stehen. Ich habe hier gelernt, mich meinem Lampenfieber zu stellen.“ An seinem gewohnten Platz unweit der Sparkasse spielt er viele Cover-Songs, lässt aber auch immer wieder selbst geschriebene Lieder erklingen.
„Meistens sind das Texte, die auf Erlebnissen aus meinem persönlichen Leben basieren. Je nachdem, wie ich mich gerade fühle“, sagt Songwriter Alex, der seit seinem elften Lebensjahr Gitarre spielt. Das Wichtigste ist ihm dabei, dass er sich nicht verstellt: „Was man hier als Straßenmusiker braucht, ist Authentizität. Klar, ich will die Leute unterhalten, aber gleichzeitig muss ich dabei auch ich selbst bleiben.“
Für seine Performance bekommt Alex aber nicht nur Aufmerksamkeit, sondern hin und wieder auch einen Euro in seinen Spendenbecher. „Wie viel ich verdiene, ist auch relativ unterschiedlich und vom Wetter und der Stimmung der Leute abhängig“, sagt er. Aber in einer kleinen Stadt wie Königs Wusterhausen werde man schnell wiedererkannt.
Seine Präsenz in der Bahnhofstraße hat ihm deshalb auch schon einige kleine Auftritte verschafft. „Ich hab schon ein paar Mal im Mühlencafé gespielt. Oder wurde für eine Jugendweihe gebucht“, berichtet er.
Für den jungen Musiker, der nebenher noch in zwei Bands spielt, soll die Zeit auf der Straße auch eher nur ein Nebenjob und ein Übergang sein. Eigentlich will er professioneller Musiker werden. Vielleicht wird er ja bald in der Bahnhofstraße entdeckt und tauscht dann das Pflaster gegen die große Bühne.

