Bus in Königs Wusterhausen
: Neue E-Busse aus China – was die Fahrgäste erwartet

Ab sofort ist eine beachtliche Flotte an Elektro-Bussen auf den Straßen in Königs Wusterhausen für die RSV unterwegs. Was der Bus des chinesischen Herstellers BYD so alles bietet.
Von
Till Eichenauer
Mittenwalde
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Neue Busse von BYD für die RVS LDS fahren bald in Königs Wusterhausen

Neue Busse von BYD fahren in Königs Wusterhausen. Die Busfahrer sind zufrieden mit den neuen Fahrzeugen, doch werden auch die Fahrgäste überzeugt sein?

Til Eichenauer
  • 16 neue Elektrobusse des Herstellers BYD starten im Linienbetrieb in Königs Wusterhausen.
  • Reichweite bis 450 km, Ladezeit 2 Stunden, Kosten 460.000 Euro pro Bus.
  • Ausstattung: W-LAN, USB-Anschlüsse, klimatisiert, barrierefrei, digitale Überwachung.
  • Betriebskosten halb so hoch wie Dieselbusse, 5,7 Mio. Euro Fördergelder vom Bund.
  • BYD ist Weltmarktführer bei E-Bussen, Produktion auch in Europa, starkes Wachstum geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ab Dienstag, 8. Juli, sind 16 vollelektrische Busse des chinesischen Herstellers BYD im regulären Linienbetrieb in und um Königs Wusterhausen unterwegs. Die Busse verfügen über eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern und können damit ohne Änderungen an den bestehenden Linien in den laufenden Betrieb der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RSV) integriert werden.

Geschäftsführer Siegfried Richter sprach bei der feierlichen Vorstellung der Busse vom „Start einer neuen Ära im öffentlichen Nahverkehr“ in der Region. Die neuen Busse sind zwölf Meter lang und haben eine Motorleistung von gut 400 PS.

Königs Wusterhausen: Neue Busse ohne Motorengeräusch

Durch den Elektroantrieb gleiten sie auffallend leise über den Asphalt. Auch im Innenraum hört man kein Motorengeräusch und kann sich angenehm unterhalten. Die sogenannte Niederbauweise sorgt für einen fast stufenlosen Einstieg und macht das Leben für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, mit Kinderwagen oder Rollstühlen leichter.

Das können die neuen E-Busse von BYD

Kosten: 460.000 Euro pro Stück

Kapazität: bis zu 39 Sitzplätze und 36 Stehplätze

Reichweite: 300 Kilometer garantiert, 450 Kilometer möglich

Ladezeit: Zwei Stunden

Sechs Kameras statt Rückspiegel und digitale Innenraumüberwachung

Müdigkeits- und Abbiegeassistent

Feuerfeste Batterie aus Lithium-Eisen-Phosphat und eingebaute Löschanlage

Ausstattung: Klimaanlage, W-LAN, USB-Lade-Anschlüsse

Für die 16 Busse wurden auf dem Gelände des RSV in Mittenwalde 16 passende Ladesäulen mit je 200 Kilowatt Leistung aufgestellt. Diese können einen Bus in zwei Stunden aufladen. „Die Fahrer stellen sich einfach auf ihren Platz und stecken den Stecker ein. Jetzt muss sich keiner mehr an der Tankstelle anstellen und sich die Hände mit Diesel dreckig machen“, erklärt Betriebshof-Leiter Stephan Knobel.

Neue Busse in Königs Wusterhausen komplett emissionsfrei

Für den Betrieb am Standort in Mittenwalde seien zudem zwei Pufferspeicher mit 1,2 Megawattstunden installiert worden, die Engpässe im Netz ausgleichen oder als Notstromspeicher dienen könnten. Dank der emissionsfreien Heizung und Klimaanlage ist der gesamte Bus laut Betreiber RSV komplett emissionsfrei.

Neue Busse von BYD für die RVS LDS fahren bald in Königs Wusterhausen

Bald für Königs Wusterhausen auf der Straße: Zehn der 16 neuen Busse von BYD auf dem Gelände des RVS LDS fahren in Mittenwalde.

Til Eichenauer

Mittlerweile sind 80 Prozent der Fahrer des RSV laut Knobel an den neuen Fahrzeugen geschult. „Am Anfang gab es noch Ressentiments, mittlerweile sind alle begeistert.“ Das Unternehmen geht davon aus, dass Betriebskosten bei der Wartung und Energie mit den neuen Elektro-Bussen etwa halb so hoch ist, wie bei den Vorgängern mit Diesel-Antrieb. Nach sechs bis acht Jahren sollen so die hohen Anfangsinvestitionen damit wieder eingefahren werden.

Eine Vertreterin des Bundesverkehrsministeriums erklärte vor Ort, dass die RVS mit Fördergeldern von rund 5,7 Millionen Euro bedacht wurde, um die Busse anzuschaffen. Insgesamt werden in Brandburg sechs Verkehrsunternehmen mit insgesamt 33,7 Millionen Euro gefördert, mit denen 125 elektrische Busse angeschafft werden könnten.

Chinesische Busse für Königs Wusterhausen

Der chinesische Hersteller BYD, der die Busse für Königs Wusterhausen gebaut hat, ist der größte Hersteller Elektrofahrzeugen weltweit. Bei E-Bussen ist der Konzern Markführer. Die werden seit 2017 auch in Ungarn produziert. Zuletzt verkündete das Unternehmen an, den Standort wegen der hohen Nachfrage in Europa deutlich auszubauen.

Bei elektrischen Pkw liegt das Unternehmen mit einem Marktanteil von knapp 16,3 Prozent im vergangenen Jahr knapp hinter dem Konkurrenten Tesla mit 16,5 Prozent. Tesla-Chef Elon Musk setzte zuletzt aber nicht auf Busse, sondern auf die Einführung des „Cybercab“, einem selbstfahrenden Taxis. Ob diese auch bald in der Gigafactory in Grünheide produziert werden, ist noch unklar. Nach wie vor hat Tesla vor allem in Europa mit einem starken Einbruch der Absätze zu kämpfen.

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