Flughafen BER: Berlin bekommt neue Inlandsverbindungen nach Süddeutschland

Die erste Maschine aus Friedrichshafen der Fluggesellschaft Air Uniqon ist am Flughafen BER gelandet. In das Flugzeug vom Typ Bombardier Dash 8-400 passen 78 Fluggäste.
Flughafen BER/Günter Wicker- Neue Flugverbindung vom Flughafen BER nach Friedrichshafen am Bodensee gestartet.
- Air Uniqon fliegt viermal wöchentlich mit 78-Sitzer-Propeller-Maschinen.
- Fokus liegt auf Wirtschaft, Tourismus und Verbindungen zur Rüstungsindustrie.
- Flüge kosten 99 bis 149 Euro, Tagesreisen ohne Übernachtung möglich.
- Kritik: BER bleibt bei Interkontinentalverbindungen im Vergleich zum Westen deutlich zurück.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Von Berlin gibt es seit Montag (12.1.) eine neue Flugverbindung nach Friedrichshafen am Bodensee. Geflogen wird die Strecke viermal die Woche mit kleineren Propeller-Maschinen mit 78 Sitzplätzen. Die Verbindungen sind vor allem auf die lokale Wirtschaft rund um den Bodensee ausgerichtet und sollen die Region wieder besser innerdeutsch an große Metropolen anbinden.
Wirtschaftsvertreter und die Apfelkönigin vom Bodensee wurden am Montagvormittag (12.1.) mit dem ersten Flieger nach Berlin gebracht, um den Erstflug und die neugegründete Airline „Air Uniqon“ zu feiern. Alle Redner bei der feierlichen Eröffnung betonten, wie wichtig die Verbindung für die wirtschaftliche Verbindung und den Kontakt zwischen der Bodenseeregion und Berlin sei.
Dirk Stettner, für die Berliner CDU im Abgeordnetenhaus, bemerkt zudem, dass ein bestimmter Wirtschaftsbereich auch in Baden-Württemberg und der Bodenseeregion aktuell „leider massiv entwickelt“: die Rüstungsindustrie. Auch Detlef Schäfer-Carroll, Chef des Bodensee-Airport Friedrichshafen, betont die wichtige neue Verbindung aus Süddeutschland zum „Defence-Hub“ Berlin.
Rüstung und Tourismus aus Baden-Württemberg
Fabian Rosenberg, Gründer und Geschäftsführer von Air Uniqon, nennt auf Nachfrage die Technologiekonzerne ZF Friedrichshafen, ifm oder Airbus Industry und Airbus Defense aus der Umgebung des Flughafens Friedrichshafen. Jedoch sei man ebenso eine Fluglinie für Touristen und Privatreisende, so der Manager: „Auch die Touristikbranche hat großes Interesse an unserem Angebot. Man kann mit Air Uniqon viele Skigebiete und Kultureinrichtungen erreichen. Zudem rechnen wir damit, dass viele die Linie benutzen, um etwa ihre Verwandtschaft zu besuchen.“
Air Uniqon – eine virtuelle Fluggesellschaft
Air Uniqon ist eine neue deutsche virtuelle Airline, die ab dem 12. Januar 2026 Linienflüge ab Friedrichshafen nach Berlin, Düsseldorf und Hamburg anbietet. Eine virtuelle Airline ist ein Luftfahrtunternehmen, das Flüge unter eigener Marke verkauft, aber selbst keine eigenen Flugzeuge besitzt. Die verwendeten Propeller-Maschinen für Air Uniqon stellt die deutsche Fluggesellschaft Avanti Air. Air Uniqon übernimmt Vermarktung und Vertrieb.
Die Flüge kosten zwischen 99 und 149 Euro. In 90 Minuten Flugzeit ist man am „Bodensee-Airport“ FDH. Der Flugplan wurde von den lokalen Unternehmen mitkonzipiert, wodurch auch Tagesreisen ohne Übernachtung möglich sein sollen. Wer will, kann etwa mittwochs um 9 Uhr früh von Berlin nach Friedrichshafen fliegen und am selben Tag um 19 Uhr wieder zurück.
Bei aller Freude über die neue Flugverbindung gibt es jedoch auch vorsichtige kritische Töne. Dirk Stettner von der CDU beklagte, dass die neue Fluglinie an einem grundsätzlichen Problem des BER nichts ändert: „Vom Flughafen BER und damit im gesamten Osten Deutschlands, gibt es nur acht Interkontinentalverbindungen. Im Westen sind es 200.“ Immerhin könnte man die Konnektivität innerhalb Deutschlands mit der neuen Fluglinie erhöhen.


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