Glatteis in Königs Wusterhausen
: Feuerwehr im Dauereinsatz - eine erste Bilanz

Viele Stürze und Unfälle: Auch in Königs Wusterhausen und Umgebung sorgt das aktuelle Glatteis-Wetter für Probleme. Das sagen Rettungsdienst und Polizei.
Von
Marlene Wetzel
Königs Wusterhausen
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Spiegelglatte Straßen und Gehwege führen am Montagmorgen (26.1) in Königs Wusterhausen teilweise zu Chaos.

Spiegelglatte Straßen und Gehwege führen in Königs Wusterhausen teilweise zu Chaos.

Marlene Wetzel
  • Glatteis in Königs Wusterhausen verursacht Chaos: 40 Stürze und fünf Pkw-Unfälle bis 11 Uhr.
  • Krankenhauspersonal stark gefordert, Polizei meldet meist Sachschäden, Lage teils ruhig.
  • Acht Verkehrsunfälle seit Mitternacht im Landkreis Dahme-Spreewald, ein Personenschaden in Wildau.
  • Polizei rät von Fahrrädern und E-Rollern ab, Gehwege und Straßen sind spiegelglatt.
  • Busbetrieb zeitweise eingestellt, Straßen in umliegenden Gemeinden teils leerer als sonst.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf den Straßen watscheln die Menschen wie Pinguine und auf der Autobahn fliegen Eisschollen herum: Am Montagmorgen (26.1.) ist in Königs Wusterhausen und Umgebung die Eiszeit angebrochen. Kein Wunder, dass regelmäßig Rettungswagen zu hören sind. Aber wie ist die Situation wirklich?

Die Leitstelle Lausitz mit Sitz in Cottbus koordiniert auch die Rettungs- und Feuerwehreinsätze im Landkreis Dahme-Spreewald. André Schulze, der an diesem Vormittag Lagedienst hat, teilt mit, dass Feuerwehr und Rettungskräfte im Dauereinsatz sind.

Vor 11 Uhr seien sie bereits zu 40 Stürzen und fünf Pkw-Unfällen gerufen worden. Schwere Unfälle seien aber nicht darunter gewesen.

Krankenhaus in Königs Wusterhausen hat viel zu tun

Benjamin Seidemann, Pressesprecher des Klinikum Dahme-Spreewald Achenbach Krankenhaus, schildet die Situation in der Notaufnahme so: „Witterungsbdingt haben die Kollegen in der Rettungsstelle alle Hände voll zu tun.“

Nur von Seiten der Polizei heißt es gegen Mittag, die Lage sei – im Gegensatz zu Nordbrandenburg – entspannt. Maik Kettlitz von der Polizeidirektion Süd meldet insgesamt 23 Verkehrsunfälle in Südbrandenburg, was ein wenig mehr seien als normal. Dabei handele es sich fast ausschließlich um Sachschäden, so der Polizeisprecher.

Fahrräder und E-Roller lieber stehen lassen

Im Landkreis Dahme-Spreewald habe es seit Mitternacht acht Verkehrsunfälle gegeben und einen Personenschaden in Wildau. Dabei sei ein 63-jähriger Mann gegen 3.40 Uhr mit einem E-Roller gestürzt, erklärt Kettlitz. Er sei ins Krankenhaus gebracht worden.

Kettlitz warnt davor, Fahrräder und E-Roller zu nutzen. Zudem rät er, langsam Auto zu fahren und Acht auf Gehwegen zu geben, die seien mitunter spiegelglatt. André Schulze von der Leitstelle Lausitz meint sogar, wer könne, solle lieber ganz zuhause bleiben.

Einige Menschen rund um KW scheinen dem Rat zu folgen. Zumindest am Morgen waren die Straßen in den Nachbar-Gemeinden Zeuthen und Eichwalde leerer als sonst. Auch Busse fuhren nicht. Die Busgesellschaft RSV hatte den Linienbetrieb zunächst eingestellt. Erst nach 8 Uhr wurde er wieder aufgenommen. Betroffen von der Unterbrechung war auch der Schülerverkehr.