Humboldt-Gymnasium in Eichwalde
: Schule wird für Jahre zur Baustelle

Das Humboldt-Gymnasium in Eichwalde soll für mehrere Millionen Euro saniert und erweitert werden. Was der Umbau kostet und wann alles fertig sein soll.
Von
Till Eichenauer
Eichwalde
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Das Humboldt-Gymnasium in Eichwalde

Das Humboldt-Gymnasium in Eichwalde. Auch die denkmalgeschützen Teile sollen saniert werden.

Christian Heinig
  • Das Humboldt-Gymnasium in Eichwalde wird für 16 Millionen Euro saniert und erweitert.
  • Ausbau zur 4-zügigen Schule: Baustart des neuen Anbaus im Frühjahr 2028.
  • Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus und der Cafeteria dauert ab Sommer 2031 etwa 30 Monate.
  • Bauarbeiten finden im laufenden Schulbetrieb statt, genaue Unterrichtsorganisation noch unklar.
  • Schule feierte 2022 ihr 125-jähriges Bestehen, Altbau wurde zuletzt bis 2016 modernisiert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Humboldt-Gymnasium in Eichwalde soll größer und moderner werden. Für den Umbau sucht der Landkreis Dahme-Spreewald nun in einer Ausschreibung eine Firma, die die Arbeiten übernehmen will. Als Grund für die große Sanierung und Erweiterung werden „eine wachsende Anzahl von Schulpflichtigen, eine intensive Nutzung aller Räumlichkeiten und fortschreitende technische Anforderungen“ genannt.

Hierbei ist es laut dem Plan das Ziel, durch die Erweiterung aus der 3,5-zügigen Schule eine 4-zügige zu machen. Das bedeutet, dass es dann in jeder Jahrgangsstufe vier ganze Parallelklassen geben soll.

Folgende Maßnahmen sollen am Gymnasium durchgeführt werden:

  • Errichtung eines Anbaus im Nordwesten, wobei das Dach des neuen Anbaus als Pausenhof gestaltet werden soll.
  • Aufstockung des zweigeschossigen Erweiterungsbaus aus dem Jahr 2008.
  • Gesamtsanierung des denkmalgeschützten Altbaus und der Cafeteria.
  • Einbau eines Aufzugs im Altbau und eines Verbindungsgangs zum rückwärtigen Erweiterungsbau.
  • Anbau außenliegender Rettungstreppen an den Altbau der Schule.
  • Neugestaltung der Außenanlagen.

Laut den Unterlagen sollen alle Arbeiten im laufenden Schulbetrieb und in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Die Voraussetzungen für die 4-Zügigkeit der Schule sollen spätestens bis zum Beginn des Schuljahres 2033/34 geschaffen werden.

Andere Teile des Vorhabens sollen bereits früher fertiggestellt werden. So soll mit dem Bau des neuen Anbaus bereits im Frühjahr 2028 begonnen werden und das Gebäude zum Anfang 2030 bereitstehen. Allein für die Sanierung des Altbaus und der Cafeteria ist eine Bauzeit von 30 Monaten ab Sommer 2031 eingeplant.

Eichwalde: 16 Millionen Euro für das Humboldt-Gymnasium

Auf Nachfrage zu den Kosten des Projekts erklärte der Träger des Humboldt-Gymnasiums, der Landkreis Dahme-Spreewald: „Bisher wird das Projekt ausschließlich aus Haushaltsmitteln des Landkreises finanziert.“ Die Gesamtkosten von 16 Millionen Euro seien in der Haushaltsplanung angemeldet und vom Kämmerer freigegeben worden. Die Beantragung von Fördermitteln könne in einer späteren Phase der Planung noch erfolgen, so eine Sprecherin des Kreises.

Schülerinnen und Schüler in Eichwalde 2025/26

  • 5. und 6. Jahr­gangs­stufe mit je einer Klasse.  Insgesamt 56 Schüler­innen und Schüler.
  • 7. bis 10. Jahr­gangs­stufe mit je vier Klassen.  Insgesamt 426 Schüler­innen und Schüler.
  • 11. und 12. Jahr­gangs­stufe mit Kurssystem. Insgesamt 193 Schüler­innen und Schüler.
  • Insgesamt 675 Schüler­innen und Schüler besuchen aktuell das Humboldt-Gymnasium.

Das Gymnasium hatte erst im vergangenen Jahr sein 125-jähriges Jubiläum gefeiert. Bereits am 21. Oktober 1899 wurde dort der erste Schulbau eingeweiht und später erweitert. So ist in der Ausschreibung auch von der Renovierung von Gebäudeteilen aus den Jahren 1898, 1910 und 1928 die Rede, bei denen strikt der Denkmalschutz eingehalten werden müsse.

Die älteren Gebäudeteile wurden bereits in den Jahren 1994 bis 1996 einschließlich des Daches saniert. Die Cafeteria im Innenhof entstand 1997, und der zweigeschossige Erweiterungsbau, der nun aufgestockt werden soll, wurde 2008 fertiggestellt. Im Zuge der Schallschutzmaßnahmen für den BER-Flughafen erhielt der Altbau bis 2016 eine neue Lüftungsanlage.

Welche Einschränkungen die bald kommenden Bauarbeiten auf den parallel laufenden Schulbetrieb haben und wie der Unterricht dann organisiert werden soll, kann Schulleiter Thomas Willich noch nicht sagen. Zuerst wolle man sich mit dem Schulträger, also dem Landkreis Dahme-Spreewald, über die Details des Projekts abstimmen.

Das Humboldt-Gymnasium in Eichwalde bekam zuletzt im Sommer 2025 einige überregionale Aufmerksamkeit. Damals besuchte der scheidende Bundeskanzler Olaf Scholz die Schule an seinem letzten Tag im Amt und diskutierte mit den Schülerinnen und Schülern.