Hund bei Fürstenwalde
: Anke erlebte den Krieg in der Ukraine – wer nimmt sie auf?

Hund Anke kommt aus einem umkämpften Gebiet der Ukraine und wartet im Tierasyl von Pro Animale bei Fürstenwalde auf ein neues Zuhause.
Von
Eva Mauer
Markgrafpieske
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Hund Anke aus der Ukraine in der Tierherberge von Pro Animale bei Fürstenwalde.

Hund Anke kommt aus einem umkämpften Gebiet in der Ukraine. Seit über einem Jahr lebt sie in Markgrafpieske bei Fürstenwalde und hat sich hier zu einer tollen, menschenbezogenen Hündin entwickelt.

Eva Mauer
  • Hund Anke aus der Ukraine wartet im Tierheim Pro Animale bei Fürstenwalde auf ein neues Zuhause.
  • Sie ist anhänglich und menschenbezogen, braucht dringend eine Familie.
  • Anke ist etwa 4-5 Jahre alt, gesund, aber schreckhaft bei lauten Geräuschen.
  • Ideal wäre ein ruhiges, ländliches Zuhause, fern von der Großstadt.
  • Interessierte können sich bei Hasan Tatari melden: 0170 2055376, rendez-vous@pro-animale.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hund Anke streckt den Hals, um sich Streicheleinheiten abzuholen. Sehr anhänglich und verschmust sei sie, sagt Hasan Tatari, Tierarzt und Leiter von Pro Animale bei Fürstenwalde. Anke lehnt ihren Kopf an die kraulende Hand und schließt genießerisch die Augen. Der Tierarzt wünscht sich dringend ein neues Zuhause für den Tierschutz-Hund: „Sie braucht Familienanschluss und Menschen, die ganz für sie da sind.“

Für jeden tierischen Schützling, an dem er vorbeikommt, gibt es ein freundliches Wort und eine Streicheleinheit von Tatari. Bevor sie zu ihm auf den Hof kamen, hatten die meisten von ihnen es ziemlich schwer. Das gilt auch für die vielen ukrainischen Hunde, die Tatari seit Kriegsbeginn aufgenommen hat. Sie wurden von ihren fliehenden Besitzern zurückgelassen und über die Tierschutzorganisation Pro Animale nach Deutschland gebracht.

Hündin Anke warten schon seit über einem Jahr in Markgrafpieske bei Fürstenwalde auf ein neues Zuhause.

Hündin Anke warten schon seit über einem Jahr in Markgrafpieske bei Fürstenwalde auf ein neues Zuhause.

Eva Mauer

Bei Tatari leben die Hunde in kleinen Gruppen in beheizten, großzügigen Räumen des alten Bauernhauses. Anke teilt sich ihr Zimmer mit Adelheid und Aggeliki, alle drei kamen im Dezember 2023 aus der Ukraine nach Markgrafpieske. Die beiden anderen Hündinnen sind noch sehr ängstlich und vorsichtig, sie werden noch eine ganze Weile auf dem Hof leben, bis sie bereit sind für die Vermittlung in ein neues Zuhause, sagt Tierarzt Tatari.

Hund Anke mit Mitarbeiterin Amber Laab

Markgrafpieske: Hund Anke mit Mitarbeiterin Amber Laab

Eva Mauer

Das Kriegsgeschehen hat bei vielen Hunden aus der Ukraine Spuren hinterlassen. Die meisten kommen ängstlich und schreckhaft bei Pro Animale in Markgrafpieske an. Dann ist Geduld gefragt, verrät Mitarbeiterin Amber Laab: „Wir geben den Tieren viel Zeit, sich an uns zu gewöhnen. Es ist ein Balanceakt zwischen ihnen Raum geben und sie aus der Reserve locken“. Am meisten helfe es, viel Zeit mit den Hunden im Freien zu verbringen: „So merken sie, dass sie in der Nähe der Menschen sicher sind und fassen nach und nach Vertrauen“, sagt Laab.

Die behutsame Arbeit mit den traumatisierten Hunden zahlt sich aus, das sieht man auch an Anke: Draußen im Freilauf hält sich vorwiegend an der Seite von Laab auf, bei ihr fühlt sie sich sicher. Wenn sie sich auch anfangs etwas schüchtern zeige, ein Mensch, der sich ihr zuwendet, bekommt in der Mischlingshündin eine treue Begleiterin, da ist sich Laab sicher.

Anke erkundet das Freigehege des Tierhofs Pro Animale bei Fürstenwalde.

Anke erkundet das Freigehege des Tierhofs Pro Animale bei Fürstenwalde. Die Hündin ist für ausgedehnte Spaziergänge in der Natur immer zu haben.

Eva Mauer

Anke läuft problemlos an der Leine und liebt lange Spaziergänge in der Natur. Sie hat ein ausgezeichnetes Sozialverhalten Hund und Mensch gegenüber, auch mit kleinen Kindern kommt sie bestens zurecht. Deshalb sei die kniehohe, schwarz-weiß-braun gefleckte Hündin auch für Hundeanfänger geeignet, sagt Laab. Die Hündin ist ungefähr vier bis fünf Jahre alt und hat keinerlei gesundheitliche Probleme.

Aber auch Anke merkt man die traumatischen Erfahrungen im Krieg an: Laute Geräusche, Donner oder Silvesterknaller machen ihr Angst, sie versteckt sich dann im Haus. Laab wünscht sich deshalb, dass Anke nicht unbedingt in die Großstadt zieht, sondern lieber in eine ruhige, ländliche Gegend.

Tierasyl „Pro Animale – Tiere in Not“ in Markgrafpieske

  • Kontakt: Hasan Tatari
  • Telefon: 0170 2055376

  • E-Mail: rendez-vous@pro-animale.de

  • Interessierte können das Projekt über Spenden oder eine Tier-Patenschaft unterstützen Spendenkonto: Sparkasse Coburg Lichtenfels
    IBAN: DE 33 7835 0000 0000 202010 | BIC: BYLADEM 1 COB