Ikea Waltersdorf: Das ist der Preis an den neuen Ladesäulen an der A113

Eine Ladesäule bei Ikea in Walterdorf mit vier sogenannten Normalladern und einer Leistung von 50 Kilowatt. Hier kann eine volle Ladung bis zu einer Stunde dauern.
Till Eichenauer- Ikea Waltersdorf eröffnet neue E-Auto-Ladestation mit 24 Ladepunkten, darunter 14 Hypercharger.
- Kooperation mit Mer; erste von 54 geplanten Ikea-Ladeparks in Deutschland.
- Schnellladen: 300 kW; Normalladen: 50 kW; Rabatt für Ikea-Family-Card-Inhaber.
- Weitere Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants im Umkreis.
- Sorge um Vandalismus und Diebstahl bei Ladestationen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Hier geht Laden 4.0 – Möbel in den Kofferraum und Energie in den Akku“, witzelt der Schönefelder Bürgermeister Christian Hentschel auf dem Ikea-Parkplatz direkt am Waltersdorfer Dreieck. Der Politiker weist nicht ohne Stolz auf seinen eigenen elektrischen Kleinwagen, den er an eine der neu eröffneten Ladesäulen angeschlossen hat.
Ikea will hier an einem entscheidenden Verkehrsknotenpunkt, neben dem Flughafen BER, wo die Autobahnen A113 und A117 aufeinandertreffen, E-Auto-Fahrern die Möglichkeit zum Shoppen und Laden geben. Dafür hat sich das schwedische Möbelhaus mit dem norwegischen Spezialisten für Ladestationen Mer zusammengetan. Bei der Eröffnung am Freitag in Waltersdorf (25.4.), das südlich von Berlin liegt, wird der erste von insgesamt 54 geplanten Ikea-Ladeparks in Deutschland gefeiert.
24 Ladepunkte auf dem Ikea-Parkplatz an der A113
Die beiden skandinavischen Unternehmen haben dafür insgesamt 12 Ladesäulen mit 24 Ladepunkten auf dem Parkplatz installiert. Davon sind zehn sogenannte Normallader mit 50 Kilowatt Leistung und 14 Hypercharger mit 300 Kilowatt. Die Stromtankstellen sind laut Günter Fuhrmann, Deutschlandchef von Mer, an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. „Die Hypercharger können ein Auto sehr schnell laden. Die kleinen sind dafür da, wenn man ein Stündchen Zeit mitbringt und in der zwischendurch seinen Einkauf bei Ikea macht.“
Die Zeit zum Laden für das Auto gibt es für Ikea-Kunden tatsächlich, denn man muss erstmal einen kleinen Spaziergang machen. Die 24 Charger stehen nämlich direkt an der Einfahrt auf den Parkplatz und damit ziemlich weit weg vom Eingang des Möbelhauses. Patrick Heinemann, Projektleiter in Energiefragen bei Ikea, erklärt das gegenüber MOZ.de mit Brandschutzauflagen: „Das hat versicherungstechnische Gründe. Deshalb können wir nicht näher ans Gebäude ran.“
Durch die zentrale Lage der Ladestation ist der Eingang von Möbel Höffner, dem anderen großen Einrichtungshauses in dem Gewerbegebiet, nur minimal weiter entfernt.
Einen kleinen Vorteil haben Ikea-Kunden aber dennoch: Normalerweise zahlt man an den Schnelladern 79 Cent pro Kilowattstunde. Für Inhaber der Ikea-Family-Card gibt es 20 Prozent Rabatt beim Aufladen.

Das Display des Schnellladers: Für Ikea-Kunden in Waltersdorf gibt es Rabatt.
Till EichenauerWer auf dem Parkplatz in Waltersdorf im Windschatten des BER lieber bei einem anderen Anbieter seinen Stromer laden will, für den gibt es eine passende Alternative. Denn keine 100 Meter entfernt befinden sich gleich zwölf Tesla Supercharger der vierten Generation.
Ansonsten ist auch eine Currywurst-Bude, ein Döner, ein vietnamesisches Restaurant und ein McDonald's in einem Umkreis von 200 Metern erreichbar. Um gleichzeitig den eigenen Hunger und den des E-Autos zu stillen, ist die Ladestation im Gewerbegebiet Waltersdorf direkt an den beiden Autobahnen also tatsächlich praktisch.
Poco, Kibek, Mediamarkt und Smyths gleich neben Ikea
Zum Einkaufen gibt es in Waltersdorf neben den beiden Möbel-Riesen auch noch das Poco Einrichtungshaus, den Teppichmarkt Kibek, einen Mediamarkt, den Smyths Toys Superstore und ein knappes Dutzend kleiner Fachgeschäfte. Genug Möglichkeiten, um sich die Zeit zu vertreiben, bis das Auto geladen ist.

Großer Bahnhof zur Eröffnung mit: Enita Ramaj, Mitglied der Geschäftsführung bei Ikea, Günter Fuhrmann, Manager bei Mer, Veronika Wand-Danielsson, Botschafterin Schwedens, Christian Hentschel, Bürgermeister von Schönefeld und Daniel Keller, SPD-Wirtschaftsminister von Brandenburg (von links). Im Hintergrund einer der Hypercharger.
Till EichenauerAber nicht nur für die Kunden, auch für die Umwelt seien die Ladpunkte eine gute Sache, betont Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD). Das Land Brandenburg produziere pro Kopf den meisten Ökostrom in Deutschland. „Wenn der Strom gleich hier verbraucht wird, wo er erzeugt wird, entlastet das die Netze.“
Ladeanbieter Mer: Angst vor Diebstahl der Ladekabel
Es bleibt nur zu hoffen, dass die Freude an den neuen Ladestationen an der A113 vor den Toren Berlins lange wehrt. Bei der Rede zur Einweihung klagt Günter Fuhrmann vom Ladeanbieter Mer über zunehmenden Vandalismus und Diebstahl: „Bei einer Ladestation in Wetzlar wurden uns zuletzt alle Kabel abgeschnitten und ausgegraben, um anschließend das Kupfer zu verkaufen. Bei unseren Kollegen in England sind derzeit nur drei Viertel aller Ladepunkte im Einsatz, weil bei einem Viertel die Kabel abgeschnitten wurden.“

