Proteste an ILA 2026 Berlin: Zufahrtswege zur Messe nach Blockade wieder frei

Proteste an ILA 2026 Berlin: Polizeibeamte tragen eine Protestierende auf dem Wiesenweg an der Abzweigung B46a bei Selchow weg.
Till Eichenauer- Zum Start der ILA in Berlin blockieren Demonstranten beide Zufahrtsstraßen zur Messe.
- Messe Berlin warnt vor langen Wartezeiten – Shuttlebusse fallen aus, Fußweg ab S Waßmannsdorf.
- Polizei und Veranstalter arbeiten an einer Lösung, die Messe läuft von Mittwoch bis Sonntag.
- Am Nachmittag wird Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet – Flugshows der Bundeswehr geplant.
- Rüstungsindustrie zeigt neue Technologie, Friedensinitiativen hatten Proteste angekündigt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) gibt es Protest im Umfeld der Messe. „Aufgrund aktueller Protestaktionen sind momentan beide Zufahrtsstraßen zum Veranstaltungsgelände blockiert“, teilte der Veranstalter Messe Berlin in einer Mail am Mittwochmorgen gegen 10 Uhr mit. Mittlerweile seien die Blockaden wieder aufgelöst, alles laufe wieder, sagte ein Polizeisprecher.
Besucher mussten mit erhöhten Wartezeiten und Verzögerungen rechnen. Da keine Shuttlebusse fuhren, wurde empfohlen, den Fußweg ab S Waßmannsdorf zu nehmen. „Wir arbeiten zusammen mit der Landespolizei mit Hochdruck an einer zeitnahen Lösung“, so der Veranstalter.
Die Messe ist am Mittwochmorgen (10.6.) gestartet und soll bis Sonntag gehen. Zum Start der Messe wird am Nachmittag Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet. In diesem Jahr zeigt wie üblich auch die Rüstungsindustrie ihre neueste Flugzeug-, Raketen- und Drohnentechnologie. Die Bundeswehr hat an den fünf Messetagen diverse Flugshows mit Kampfjets angekündigt.

ILA Berlin 2026: Polizeifahrzeuge stehen während der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) auf dem Berlin ExpoCenter Airport an einer Zufahrtsstraße, die blockiert wurde.
Sebastian Christoph Gollnow/dpaIm Vorfeld der Messe haben Friedensinitiativen bereits Proteste angekündigt. Die Zufahrt über die LPG-Straße sei blockiert, sagte ein Polizeisprecher um kurz vor 11 Uhr, die Zufahrtsstraße Wiesenweg inzwischen wieder halbseitig geöffnet.
Im Wiesenweg hatten sich vier Männer und Frauen auf der Straße festgeklebt, auf der LPG-Straße drei Personen, sagt der Polizeisprecher. Die Aktivisten seien kooperativ. Im Wiesenweg seien inzwischen alle Personen befreit worden, in der LPG-Straße klebten einige noch fest.
Zur Verhinderung weiterer Straftaten kommen die Aktivistinnen und Aktivisten laut Polizei bis um 18 Uhr in Polizeigewahrsam. Sie bekommen Hausverbot. Ihnen werde der Verstoß gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen.

Protest am BER: Wegen der Sitzblockade an einer Zufahrt zum ILA-Messegelände machten sich zahlreiche Besucher und Teilnehmer per Fuß durch Selchow auf den Weg zu den Eingängen.
Till EichenauerEine Pro-Palästina-Gruppe namens „Peacefully against Genocide“ (deutsch: friedlich gegen den Völkermord) reklamierte die Aktion für sich. Im Zentrum der Kritik stehen den Angaben nach Auftritte von Rüstungskonzernen bei der Ausstellung.
Wegen der Sitzblockade mussten viele ILA-Besucher den Weg zum Messgelände am Mittwoch zunächst zu Fuß antreten. Betroffen waren mehrere Dutzende, wie sich unter anderem in Selchow zeigte.
