S-Bahn in Eichwalde: 300 Stellplätze im neuen Fahrradparkhaus – so soll es aussehen

Etwas futoristisch, aber durchdacht. Am Bahnhof in Eichwalde, wo S46 und S8 verkehren, sollen mehr als 300 Fahrräder sicher verwahrt werden können, während Pendler mit der S-Bahn unterwegs sind.
Visualisierung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg- Eichwalde erhält das erste Fahrradparkhaus in Brandenburg mit 308 Stellplätzen.
- Baukosten von 1,77 Millionen Euro, Fertigstellung im Juli.
- Sichere Abstellmöglichkeiten durch Videoüberwachung und abschließbare Bereiche.
- Nutzung über eine App, Kosten zwischen 9 und 10 Euro pro Monat.
- Bahnhofsvorplatz wird mit Infosäule und Reparatursäule aufgewertet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der erste Spatenstich am Bahnhof Eichwalde (Dahme-Spreewald) für ein sogenanntes „Bike and Ride RadPark-Haus“ (kurz B+R), das ausschließlich Fahrräder beherbergen soll, ist vollzogen. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt, das Bahn-Pendlern demnächst Sicherheit in Sachen Aufbewahrung ihres Fahrrads bringen soll.
Für insgesamt 1,77 Millionen Euro wird der Neubau in der August-Bebel-Straße in Eichwalde aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes finanziert. Die Gemeinde Eichwalde beteiligt sich mit 300.000 Euro an den Baukosten und erhält dafür das erste zweistöckige Fahrradparkhaus im südlichen Speckgürtel Berlins, wo die Berliner S-Bahn S46 und die S8 verkehren.
Wie soll das Gebäude „RadPark“ aussehen?
Der Name „RadPark“ klingt zunächst ungewöhnlich, soll aber zukünftig als Marke etabliert werden. Denn auch wenn Eichwalde nun als Pilot-Gemeinde für die neuartige Fahrradaufbewahrung gilt, soll es nicht bei dem einen Gebäude bleiben. In den kommenden Monaten will das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg in weiteren Gemeinden sichere Stellplätze für mehrere hundert Fahrräder erbauen lassen.

Viele Hände fürs Pilotprojekt: Eichwaldes Bürgermeister Jörg Jenoch (ganz links) hat im Beisein von Staatssekretärin Dr. Ina Bartmann des MIL (3.v.l) und Iris Reimold, Abteilungsleiterin Straßenverkehr im Bundesministerium für Digitales und Verkehr (2.v.r.) den ersten Spatenstich für das neue RadPark-Haus vollzogen.
MIL/Aud KrubertLaut Christoph Kollert, der seitens der Gemeinde Eichwalde das Projekt leitet, soll das „RadPark“-Haus im Juli dieses Jahres fertig sein. Dann sollen auch schon die insgesamt 308 neuen Stellplätze nutzbar sein. Nutzer teurer Fahrräder haben dann die Möglichkeit, ihr Bike auf einem der insgesamt 126 Stellplätze in einer Sammelschließanlage, die durch eine Drehtür zu erreichen ist, zu sichern. Zusätzlich wird es in gegen Gebühr verschlossene Modulboxen für sechs Lastenfahrräder an Bügeln und acht weitere Schließfächer geben.
Was macht „RadPark“ in Eichwalde besser?
Auf der Außenanlage des neuen Fahrradparkhauses in Eichwalde können ebenfalls Fahrräder abgestellt werden. 144 Stück in Form eines Doppelstockparkers, hinzu kommen 32 weitere Stellplätze an Hoch-Tief-Reihenbügeln. Die Besonderheiten des Bauvorhabens erklärt Kollert gegenüber unserem Medienhaus so: „Es gibt eine Videoüberwachung, Beleuchtung und abschließbare Bereiche. Die Sicherheit wird dadurch erheblich verbessert und entspricht dem Stand der Technik.“
Doch genau diese moderne Überwachung will sich der Betreiber auch bezahlen lassen. Christoph Kollert sagt, dass sich die Kosten zwischen 9 und 10 Euro im Monat belaufen werden, man aber derzeit noch kläre, ob es auch Tages- oder Jahrestarife geben werde. „Gezahlt wird mit einer App. Der Zugang erfolgt dann mit einem Code, QR-Code oder mit der VBB/BVG-Karte“, so der Projektleiter.

Der Außenbereich soll nach jetzigem Stand kostenfrei bleiben, aber auch nicht den Sicherheitskomfort wie die durch einen Zugangscode gesicherte Sammelschließanlage haben.
Visualisierung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes BrandenburgZusätzlich soll der Bahnhofsvorplatz ebenfalls aufgehübscht werden. Neben einer Infosäule mit aktueller Uhrzeit sollen eine Radnetzkarte sowie eine Reparatursäule das „RadPark“-Haus am S-Bahnhof Eichwalde an Attraktivität gewinnen lassen.

