Sperrung in Königs Wusterhausen: Autofahrer beklagen Chaos an A10 und B179

Auf der Bergstraße, die Königs Wusterhausen mit dem A10 Center verbindet, fließt der Verkehr aktuell immer wieder zäh und staut sich. Grund dafür sind die Bauarbeiten an der B179.
Marlene Wetzel- Sperrung der B179 an der A10-Anschlussstelle verursacht lange Staus und Umwege.
- Seit Montag, 15. Juni, ist die B179 voll gesperrt, weil die Straßendecke erneuert wird.
- Offizielle Umleitung über Miersdorf, Rotberg, Dahlewitz, Brusendorf und Deutsch Wusterhausen.
- A10-Ausfahrten Königs Wusterhausen/Wildau/A10 Center sind in beide Richtungen dicht.
- Nach etwa drei Wochen im ersten Abschnitt nur noch einspurig – Vollsperrung wird aufgehoben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
20 Minuten Fahrtzeit vom A10 Center Wildau in die Innenstadt von Königs Wusterhausen – und das nicht mal zur Rush Hour: Seit Montag, 15. Juni, ist die B179 an der Anschlussstelle zur Autobahn A10 voll gesperrt, weil die Straßendecke erneuert wird. Autofahrer brauchen in der Region seither erheblich länger für ihre Fahrten.
Die offizielle Umleitung wegen der Sperrung an der der B179 führt von Wildau nach Königs Wusterhausen über Miersdorf, Rotberg, Dahlewitz, Brusendorf und Deutsch Wusterhausen. Von Königs Wusterhausen dementsprechend umgekehrt. Je nach Verkehrslage liegt die Fahrtzeit dann allerdings bei 25 bis 30 Minuten statt wie sonst bei 5, wäre die B179 befahrbar.
Doch nicht nur die Ortsverbindung ist dicht. Ebenfalls gesperrt sind wegen der Bauarbeiten auch die A10-Autobahnausfahrten Königs Wusterhausen/Wildau/A10 Center in beide Richtungen. Autofahrer werden daher über die benachbarte Anschlussstelle in Niederlehme und die U86 und U29 umgeleitet. Fahrzeit nach KW: rund 15 Minuten länger.
Umleitungen im Zuge der Bauarbeiten an der B179 eine „Odyssee“
Als „Katastrophe hoch drei“, beschreiben Ines Kersten und ihre drei Begleiter, die aus Erkner kommen, die aktuelle Verkehrssituation. Die Fahrt zum A10 Center sei eine Odyssee gewesen. Statt 20 Minuten hätten sie eine Stunde und 15 Minuten gebraucht, erzählen sie. Sie seien erst nach den Schildern gefahren – Niederlehme raus. Doch dann seien keine Schilder mehr zu sehen gewesen und sie schließlich in Schulzendorf und dann in Wildau gelandet.
Ähnlich ist es auch Lisa, ebenfalls aus Erkner, ergangen. Hätte sie von der Sperrung gewusst, wäre sie lieber in den Kaufpark Eiche in Ahrensfelde gefahren, sagt sie. Google Maps habe sie auf der Autobahn bei Niederlehme wenden und zurückfahren lassen. So hätte sie 15 Minuten länger gebraucht. Wie Ines Kersten und ihre Begleiter beklagt sie, dass die Umleitungsschilder schlecht zu sehen gewesen seien.
Einer, der auch nichts von der Sperrung gewusst hat, ist Junchul Park, Betreiber des Korean Pop Chicken, einem Imbiss vor dem A10 Center. Er ärgert sich, dass er, Google Maps folgend, an diesem Morgen knapp 20 Minuten länger für seinen Arbeitsweg aus Berlin gebraucht habe. Hätte er davon gewusst, wäre er schon in Schönefeld abgefahren, sagt er.
Gudrun Rehder aus Kolberg erzählt demgegenüber, sie habe keine Probleme gehabt, herzukommen. Aber sie nutze immer die Umgehungsstraßen über Kablow und Zernsdorf. Vergleichbar ist die Erfahrung von Max und Helga Neumann, die aus Erkner zum A10 Center gefahren sind, um hier ihren Monatseinkauf zu erledigen. Sie hätten auf dem Hinweg keinen Stau gehabt, erzählen sie, seien aber auch nicht über die Autobahn gekommen, sondern hätten Landstraßen genutzt.
Richard-Sorge-Straße zur Rush Hour von KW nach Wildau zu
Katrin Schilling, die in Zeuthen wohnt und in KW arbeitet, hat sich gegen die offizielle Umleitung entschieden, um zur Arbeit zu fahren. Stattdessen habe sie die Richard-Sorge-Straße genutzt, erzählt sie – so wie viele andere Ortskundige, scheint es.
Dauer der vier Bauabschnitte bei der Sanierung der B179
1. Bauabschnitt: zwischen Autobahn-Anschlussstelle Königs Wusterhausen und Halskestraße. Beginn: 15. Juni 2026. Dauer: voraussichtlich drei Wochen.
2. Bauabschnitt: zwischen Technologiepark und Autobahn-Anschlussstelle Königs Wusterhausen. Beginn: direkt danach nach Abschnitt 1. Dauer: etwa eine Woche.
3./4. Bauabschnitt: zwischen Halskestraße/Am Technologiepark und L 30. Beginn: ab voraussichtlich Mitte Juli 2026. Abschluss: Ende Oktober 2026.
Am Dienstag- und Mittwochmorgen, 16. und 17. Juni, hat sie erheblichen Stau stadtauswärts von Königs Wusterhausen beobachtet. Es habe sich bis zur Kreuzung Schloßstraße/Potsdamer Straße zurückgestaut.
Am Mittwochmittag hat sie Google Maps im Blick und überlegt, wie sie wieder nach Hause fährt: Ob wieder über die Richard-Sorge-Straße oder doch über Ragow und Waltersdorf, sprich über die A13.
Nach den circa dreiwöchigen Arbeiten im ersten Bauabschnitt wird die B179 nur noch einspurig saniert und die Vollsperrung aufgehoben. Dadurch wird auch die Anschlussstelle von der A10 an die B 179 zur Chausseestraße in Königs Wusterhausen wieder frei. Das ist die Abfahrt und Auffahrt in Richtung Schönefelder Kreuz (A113/A13).
