Streik Königs Wusterhausen: Totalausfall? Welche Buslinien der RVS Vorrang haben

Fährt der Bus trotz des angekündigten Streiks am Montag nach Niederlehme? Geschäftsführer der RVS macht wenig Hoffnung.
Marlene Wetzel- Verdi kündigt für Montag Streiks in Berlin und Brandenburg an.
- RVS-Chef: In Königs Wusterhausen droht Totalausfall aller Buslinien.
- Ersatzfahrplan „macht wenig Sinn“; Rückfahrten nicht verlässlich.
- Wichtige Fahrten zur S-Bahn sollen nach Möglichkeit abgedeckt werden.
- Infos kurzfristig über VBB Fahrinfo; Winterferien: Schüler nicht betroffen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Pendler müssen sich im Landkreis Dahme-Spreewald und Berlin am Montag, 2. Februar 2026, auf Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Busse und U-Bahnen fallen aus, da die Gewerkschaft Verdi zum Streik aufgerufen hat. Seit November laufen Verhandlungen in allen 16 Bundesländern zu besseren Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr. Die Gewerkschaft wirft der Arbeitgeberseite eine Blockadehaltung vor und will nun den Druck erhöhen.
Für Königs Wusterhausen, Lübben und die Regionale Verkehrsgesellschaft (RVS) bedeutet das, dass möglicherweise gar keine Busse in die Ortsteile und angrenzenden Gemeinden fahren. Der Streik erstreckt sich auf den ganzen Tag. „Wir müssen mit einem Totalausfall aller Linien rechnen“, sagt Siegfried Richter, Geschäftsführer der RVS. „Ein Ersatzfahrplan macht wenig Sinn.“
Fahrgäste könnten nicht damit rechnen, dass der Bus auf dem Rückweg noch fahre. Mitarbeiter könnten sich auch im Laufe des Tages entscheiden, doch noch zu streiken. Schüler sind wegen der Winterferien nicht betroffen. Pendler erhalten kurzfristig Informationen über die VBB-Fahrinfo.
„Wir sehen am Montag, wer kommt und zur Arbeitsaufnahme bereit ist“, sagt Richter. „Ein paar wichtige Fahrten werden wir auch versuchen abzudecken.“ Welche die wichtigen Fahrten in Königs Wusterhausen sind, kann er allerdings nicht genau sagen. „Alle eigentlich. Die Fahrten, die Pendler zur Bahn bringen. Wir können nichts versprechen.“
Der Streik fällt in eine Zeit, in der Pendler ohnehin schon länger von Königs Wusterhausen nach Berlin brauchen. Die Strecke ist durch Ersatzverkehr zwischen Grünau und Baumschulenweg unterbrochen.
Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem die Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, die Verlängerung der Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Forderungen findet Geschäftsführer Richter „interessant“.
„In ihrer Summe sind sie aber wirtschaftlich für die Kommunen, die Anteilseigner, nicht darstellbar“, sagt Richter. „Die Kassen sind überall leer.“ Einen Kompromiss zu finden sei Sache der Tarifverhandlungen.

