Unfall auf A13: Wildschweinrotte kreuzt Autobahn und verursacht Crashs mit Autos

Wildschweine liegen auf der Autobahn: Eine Rotte überquerte spät abends die A13 bei Schönefeld. Dabei kam es zu mehreren Crashs. (Symbolfoto)
Markus Brandhuber/Ostalb Network/dpa- Auf der A13 bei Schönefeld kollidierten zwei Autos mit Wildschweinen – niemand wurde verletzt.
- Der Unfall ereignete sich am späten Abend zwischen Waltersdorfer Dreieck und Schönefelder Kreuz.
- Zwei Tiere starben, an den Autos entstand ein Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich.
- ADAC warnt: Besonders nach der Zeitumstellung häufen sich Wildunfälle im Feierabendverkehr.
- Empfehlung laut ADAC: Spur halten und voll bremsen, danach Unfallstelle sichern und Polizei rufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein schwerer Wildunfall hat sich am Montag, 5. Oktober 2026, auf der Autobahn A13 bei Schönefeld (Landkreis Dahme-Spreewald) ereignet. Zwei Autos kollidierten mit zwei Wildschweinen. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) warnt: Gerade in der aktuellen Jahreszeit kracht es statistisch gesehen alle zwei Minuten auf deutschen Straßen, weil Wildtiere wie Reh, Fuchs oder Wildschwein von einem Auto erfasst werden.
Es passierte am späten Abend: Ein Kia-Fahrer und ein Mercedes-Fahrer waren kurz vor 23 Uhr mit ihren Fahrzeugen auf der A13 zwischen dem Waltersdorfer Dreieck und dem Schönefelder Kreuz unterwegs, als plötzlich eine Rotte Wildschweine die Fahrbahn überquerte. Trotz Vollbremsung konnte der Kia-Fahrer den Zusammenstoß mit zwei Tieren aus der Wildschweinrotte nicht mehr verhindern.
Der Fahrer eines nachfolgenden Mercedes konnte den beiden Wildschweinen anschließend ebenfalls nicht mehr ausweichen. Es kam zu einer weiteren Kollision. Die Wildtiere verendeten an der Unfallstelle.
Polizei schätzt Schaden auf einen fünfstelligen Euro-Betrag
An den beiden Autos entstand laut Polizei ein Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich; die Pkw-Wracks mussten vom Abschleppdienst abtransportiert werden. Die beiden Autofahrer blieben unverletzt.
Der aktuelle Fall reiht sich in eine besorgniserregende Statistik ein. Nach aktuellen Daten des ADAC und der Versicherer registrieren die Behörden in Deutschland über 280.000 Wildunfälle pro Jahr – das sind mehr als 750 Kollisionen jeden Tag. Besonders nach der Zeitumstellung im Herbst steige das Risiko im Feierabendverkehr massiv an, da die Hauptverkehrszeit genau in die Dämmerung falle.
Warum Ausweichen den Schaden oft vergrößert
Bei einem ausgewachsenen Wildschwein wirken beim Aufprall enorme Kräfte. Ein ADAC-Crash-Test mit einem 180 Kilogramm schweren Wildschwein-Dummy zeigt: Wer die Spur hält und voll bremst, schützt sein Leben am besten.
Die Experten raten dringend von riskanten Ausweichmanövern ab. Der Grund: Ein unkontrolliertes Ausweichen führt auf Landstraßen allzu oft zu schweren Kollisionen mit dem Gegenverkehr oder einem Aufprall an einem Baum – die Folgen für die Insassen sind dann meist deutlich schwerwiegender als der Zusammenstoß mit dem Tier.
Sollte es dennoch krachen, gilt die Regel: absichern, melden, dokumentieren. Nach dem Einschalten der Warnblinkanlage und dem Aufstellen des Warndreiecks muss zwingend die Polizei unter dem Notruf 110 gerufen werden. Diese kontaktiert dann den zuständigen Jagdpächter.
Für Versicherung ist Bescheinigung über Wildunfall erforderlich
Wichtig für die Versicherung: Schäden durch Wildunfälle am eigenen Auto begleicht die Teil- und die Vollkaskoversicherung, manchmal jedoch nur bei Haarwild. Als Haarwild werden alle Säugetiere bezeichnet, die in Deutschland dem Jagdrecht unterliegen.
Für eine schnelle Bearbeitung ist eine Bescheinigung über den Wildunfall hilfreich – eine Wildschadenbescheinigung. Die kann vom Förster oder Jagdpächter stammen, aber auch von der Polizei.
Übrigens: Totes Wild darf niemals mitgenommen werden – dies erfüllt den Tatbestand der Wilderei.


