Mit einer harmlos wirkenden Whats-App-Nachricht am Montagnachmittag (18. Juli) hat dieser Betrugsfall begonnen. Es ist 16 Uhr, als auf dem Telefon einer 65-jährigen Frau aus einem Rheinsberger Ortsteil eine Nachricht aufploppt. Jemand, der sich als ihr Sohn ausgibt, teilt mit, dass sein Telefon kaputt sei. Nun habe er eine neue Nummer und könne noch nicht alle seine Apps nutzen, erfährt die 65-Jährige so nach und nach.
Ihr vermeintlicher Sohn informiert sie auch darüber, dass sein Online-Banking noch nicht wieder funktioniere, er aber dringende Überweisungen tätigen müsse. „Zunächst bittet er darum, eine Überweisung in Höhe von 1980 Euro in seinem Auftrag zu veranlassen. Dem kam die Frau auch nach“, sagte Christin Knospe, die Sprecherin der Polizeidirektion Nord am Dienstagmorgen. Der zweiten Bitte, eine Transaktion über 1730 Euro auszulösen, sei die 65-Jährige auch nachgekommen.

Anzeige bei der Polizei erstattet, Bank informiert

„Bei einer erneuten Forderung wurde sie dann misstrauisch, hat Anzeige erstattet und ihre Bank informiert“, sagte Christin Knospe. Ob die Transaktionen noch rückgängig gemacht werden können oder die Geschädigte auf einem Teil des Schadens sitzen bleibe, lasse sich schwer sagen. „Das ist von Bank zu Bank unterschiedlich und hängt teilweise auch davon ab, ob das Geld ins Ausland überwiesen wurde“, sagt die Sprecherin.