Eine 39-Jährige aus Neustadt hat bei der Polizei Strafanzeige erstattet. Ein Mann, mit dem sie knapp einen Monat lang in Kontakt gestanden hatte, hatte sie aufgefordert, ihr 4000 Euro für vorgebliche Zollgebühren zu schicken.
Seit dem 22. Januar hatte sie über verschiedene Telekommunikationsdienste Kontakt mit dem vermeintlichem 41-jährigen US-Amerikaner. Er hatte behauptet, sich als Soldat in Afghanistan aufzuhalten. Im Verlauf dieser Kommunikation entwickelten sich nach Polizeiangaben „erste Gefühle der Frau zu dem unbekannten Mann“. Am 7. Februar hatte er ihr dann ein Bild seines verwundeten Oberschenkels geschickt und erklärt, er sei im Einsatz angeschossen worden.
Als Belohnung für diesen Einsatz behauptete der Mann, 1,5 Millionen Dollar von der afghanischen Regierung zu bekommen. Das Geld könne er jedoch nicht vor Ort lassen, weswegen er sie bat, die Summe für ihn zu verwahren. Die Neustädterin sagte gutgläubig zu. Als sie aber eine E-Mail bekam, in der die 4000 Euro Zollgebühren von ihr verlangt wurden, wurde sie hellhörig. Bei einer Internetrecherche bekam sie heraus, dass es ich dabei um eine bekannte Betrugsmasche handelt. Sie brach den Kontakt ab und erstattet Strafanzeige. Das geforderte Geld überwies sie nicht.