Große Erleichterung herrschte am Wochenende auf Gut Tornow bei Wusterhausen, nachdem am späten Freitagabend die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg bekannt gegeben worden war, das Beherbergungsverbot vorläufig außer Vollzug zu setzen. Gutsbetreiber Burkhard Theiselmann war einer von zwei Brandenburger Beherbergungsunternehmern gewesen, die gegen dieses Verbot geklagt hatten. „Es hat uns gefreut, dass das Gericht uns im Ergebnis Recht gegeben hat und unsere Auffassung bestätigt hat, dass das Verbot unverhältnismäßig war“, so Theiselmann.
Doch mit dem Medienrummel, den seine Klage auslösen würde, habe er nicht gerechnet, gibt Theiselmann ehrlich zu. Denn viel wichtiger ist dem Unternehmer, der auf seinem Gut 17 Ferienwohnungen mit rund 70 Betten anbietet, dass wieder Gäste von überall her nach Wusterhausen kommen können. Von dem Verbot, von dem seit vergangene Woche auch Reisende aus ganz Berlin betroffen waren, das komplett zum Risikogebiet erklärt worden war, war er mächtig getroffen. „Wir haben seitdem nur Stornierungen entgegen genommen.“
Als jedoch das Urteil verkündet wurde, hätte er noch nachts an alle die, die vorher ihren Aufenthalt absagen mussten, eine erneute Zusage geschickt. „Einige haben mit uns gebangt“, verrät er. Und so seien jetzt zwar nicht alle Wohnungen belegt, aber viele Reisende seien noch am Wochenende aufs Gut Tornow gekommen. Auch für November und Dezember gebe es Buchungen, so Theiselmann erleichtert.