„Die Entwicklung ist dramatisch“, mahnt der stellvertretende Landkreis-Sprecher Manuel Krane, denn die Corona-Infektionszahlen haben in Ostprignitz-Ruppin einen neuen Höchststand erreicht. Zu befürchten sei, dass die Zahlen noch weiter steigen werden, da der harte Lockdown und damit die Reduzierung der persönlichen Kontakte erst mit Verzögerung Wirkung zeigen wird. So vermeldete das Gesundheitsamt in Neuruppin am Dienstag 56 neue Corona-Fälle – so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie an nur einem Tag. Der bisherige Höchstwert war in der vergangenen Woche mit 41 verzeichnet worden.

104 aktive Corona-Fälle in Neuruppin

Insgesamt haben sich damit seit dem Frühjahr im Landkreis nachweislich 853 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. 527 Menschen gelten davon als genesen, zwei Patienten sind in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung bereits gestorben. So gibt es in OPR aktuell 324 aktive Corona-Fälle. Rund ein Drittel dieser Infizierten, genau 104 Menschen, haben ihren Wohnsitz in Neuruppin. In Fehrbellin gibt es 45 aktive Corona-Fälle, in Wusterhausen 36, in Neustadt 35 und in Lindow 32. Rheinsberg verzeichnet 23 aktive Corona-Infektionen, Wittstock 18, Kyritz 14, das Amt Temnitz 13 und Heiligengrabe vier.

Fälle an Kitas und Schulen in Rheinsberg und Neuruppin

Von Neuinfektionen sind direkt vor dem harten Lockdown am Mittwoch auch wieder mehrere Schulen und Kitas im Landkreis betroffen. So gibt es einen neuen Corona-Fall an der Rosa-Luxemburg-Grundschule in Neuruppin. „Hier ist eine erste Klasse von der Verlängerung der häuslichen Isolation betroffen“, erklärt Manuel Krane. Weitere Corona-Fälle werden von der Grund- und Oberschule in Rheinsberg sowie der Kita Spatzennest ebenfalls in Rheinsberg und dem Hort Hummelnest in Neuruppin gemeldet.

Mitarbeiter der Ruppiner Kliniken mit dem Coronavirus infiziert

Zu den von Neuinfektionen betroffenen Einrichtungen gehören auch zwei Betreuungsdienste. „In einem Fall sind Pflegekräfte und Bewohner, im anderen Fall eine in der Einrichtung wohnende Person betroffen“, berichtet der stellvertretende Landkreis-Sprecher. „Außerdem sind Studenten und Mitarbeiter der Ruppiner Kliniken positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.“ In den Kliniken im Landkreis werden derzeit 34 Covid-19-Patienten behandel, davon zehn intensivmedizinisch. „Sechs Personen davon werden beatmet“, so Krane.
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